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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 294

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 294 (sequence 295)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--2138-3478276
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Vizepräs. Dr. Nordau: Geehrter Kongress! Ich erkläre Ihnen, dass Sie dem Präsidium die Führung der Geschäfte ganz unmöglich machen, wenn Sie fortwährend in einem Zustande des Tumultes sind. Wir alle haben bereits unsere Stimme eingebüsst, nicht zu unserem Vergnügen. Wenn Sie wünschen, dass . die von Ihnen gewählten, angeblich Ihr Vertrauen besitzenden Präsidenten die Geschäfte in Ihrem Sinne leiten, so müssen Sie ihnen die materielle, physische Möglichkeit dazu gewähren. Diese Möglichkeit ist nicht gegeben, wenn wir uns in den wichtigsten Angelegenheiten kein Gehör verschaffen können. (Zustimmung.) Es wird Ihnen vorgeschlagen, einen Ausschuss von 9 Mitgliedern zu wählen, der sich mit allen den Nationalfonds betreffenden Anträgen zu beschäftigen haben wird und dass diese Wahl morgen nach Beratung des Permanenz-Ausschusses vorgenommen wird. Prof. Dr. Belkowsky (übersetzt diese Ausführungen ins Russische). Mr. de ffaas (ins Englische). Vizepräs. Dr. Nordau: Wer für die Annahme dieses Antrages ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist a n g e n om m e n. Sie werden also morgen einen neungliederigen Ausschuss für den Nationalfonds zu wählen haben und dieser Ausschuss wird über alle ihm zuzuweisenden Anträge schlüssig werden. Del. Dr. Tschlenow: Wir haben uns die Sache so vorgestellt, dass die Frage nur darin besteht, ob die neuen Anträge, die im Plenum gestellt worden sind, der Kommission übergeben werden sollen, dass aber die Anträge, welche von der Kommission vorgelegt worden sind, heute zur Abstimmung gebracht werden. Das ist ein Missverständnis. Vizepräs. Dr. Bodenheimer: Es liegt ein Antrag der Nationalfondskommission vor; der Ihnen gedruckt mitgeteilt worden ist. Einige der Herren der Nationalfondskommission wünschen, dass der Kongress über diese Anträge jetzt Beschlüsse fassen möge. Nachdem aber viele andere Anträge der Kommission überwiesen worden sind und unter diesen sich auch solche Anträge befinden, die eine Abänderung des Antrages der Kommission zur Folge haben, ist es unmöglich, dass der Kongress jetzt diese Anträge annimmt; denn sonst kann die Kommission die Anträge, die aus dem Plenum an sie gelangt sind, nicht mehr prüfen und ich wünsche, dass die Nationalfondskommission volle Freiheit zur Prüfung der aus dem Plenum eingegangenen Anträge habe. Del. Rechtsanwalt Rosenbaum: Ich möchte Sie bitten, sich der Meinung des Herrn Dr. Bodenheimer anzuschliessen. (Spricht russisch weiter.) Del. Schermann (spricht russisch). Del. Dr. Tschlenow: Herr Rosenbaum als Mitglied der Kommission hat uns eine Erklärung gegeben, dass die Nationalfondskommission ihre Beschlüsse uns noch vor Schluss des Kongresse geben wird und dass wir die Möglichkeit erhalten werden, über die Beschlüsse noch vor Schluss des Kongresses abzustimmen. Ich frage das Präsidium, ob das möglich sein wird. Vizepräs. Dr. Nordau: Herr Dr. Tschlenow hat mich um eine Versicherung gebeten, dass die Kommission noch vor Schluss des Kongresses die Beschlüsse zur Abstimmung bringe. Eine solche Versicherung kann das Präsidium nicht geben, denn es hat es — wie die Erfahrung lehrt — nicht in der Hand, den Redestrom einzudämmen und die Ruhe so herzustellen, dass eine glatte Behandlung der Geschäfte möglich ist. Es hängt von Ihnen ab, ob Sie in den wenigen Stunden, die uns noch bleiben, noch so viel Arbeit

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