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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 275

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 275 (sequence 276)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--2119-3478257
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— 275 — Del. Dr. Loewe: Dann beantrage ich Abstimmung ohne Diskussion. Präs. Dr. Ilerzi: Herr Dr. Loewe beantragt die Abstimmung über den Antrag der deutschen Landsmannschaft, der Ihnen bekannt ist, ohne Diskussion. Del. Dr. Kokan-Bernstein (übersetzt dies ins Russische). Präs. Dr. fierzh Ich ersuche jene, welche für diesen Antrag sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Angenommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Kremenezky: Ich habe ein Schreiben der Zionisten in Baku zu verlesen und werde, nachdem es in russischer Sprache abgefasst ist, es erst russisch lesen. (Liest das Schreiben in russischer Sprache und fährt •dann in deutscher Uebersetzung fort:) „Wir senden dem VI. Kongresse unsere herzlichsten Grüsse und wünschen ihm eine weitere progressive Entwicklung in den Grundbedingungen des Zionismus. Dabei senden wir einen Check auf unsere Bank von 10 Pfund zur Eintragung des VI. Kongresses/4 (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Dazu ist auf der zweiten Seite ein in herzlichem Tone gehaltener hebräischer Brief, der ungefähr in demselben Sinne dasselbe ausdrückt. Gleichzeitig teilt unser Freund und Kollege Tschlenow mit, dass aus dem östlichen Amurgebiete ebenfalls 10 Pfund zur Eintragung des VI. Kongresses gestiftet wurden. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Nun habe ich noch eine Mitteilung zu machen. Unter den Mitgliedern des Kongresses wurde eine Sammlung veranstaltet, um den eben jetzt in Palästina tagenden kleinen Kongress, der von den dortigen Juden aus den verschiedensten Schichten beschickt ist, ebenfalls ins „Goldene Buch" ein- .zutragen. (Beifall.) Del. Dr. Bryck: Meine Damen und Heren! Vor ungefähr 19 Monaten gingen wir an die Schaffung des Nationalfonds. Sie werden sich noch erinnern, wie schwer die Geburt war. Wir haben uns aber über Formalitäten hinweggesetzt und der Nationalfonds war gegründet. Es war ein strammer Junge, der geboren wurde. In den ersten 19 Monaten hatten wir nach dem uns heute vorgelegten Berichte ein Vermögen von 20 000 Pfund Sterling. Es handelt sich nunmehr um die sogenannte Legalisierung des Nationalfonds, d. h. um die Form, in welcher wir dem Kinde den gesetzlichen Schutz verleihen sollen. Ls wurde vorgeschlagen, dass eine Gesellschaft gegründet werden solle. Es handelt sich aber nicht um eine Gesellschaft, sondern um ^einen Fonds, um ein Zweckvermögen: weder um eine AKtiengeseiiscuait, noch um eine Genossenschaft, noch um einen Verein, sondern um ein Vermögen, das zu einem bestimmten Zwecke da ist und um die Verwaltung!, dieses Vermögens unter gesetzlichem Schutze. Nach meinem Dafürhalten ist dies nur möglich in Form einer Stiftung. Die Stiftung entspricht vollständig dem, was wir erreichen wollen, während der Vorschlag, dass wir eine Aktiengesellschaft gründen sollen, der Wahrheit geradezu Hohn .spricht. Es geht nicht an, dass unsere grosse ethische Bewegung mit einer Unwahrheit anfangen soll. Es fragt sich nun, ob die Form dieser Stiftung eingehalten werden kann, d. h. wie ein gesetzlicher Schutz gewonnen werden kann. (Unruhe.) Vizepräs. Dr. Nprdau; Ich bitte um Ruhe; die Sitzung dauert fort, ..ein Redner ist auf der Tribüne. 18'"

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