Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 214 (sequence 215)
- Language
- German, English, Hebrew
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Kussland sicher die ernste Deberzeugung erwecken, dass mit der einfachen Erklärung: „Wir lassen uns mit euch wegen Palästina auf nichts ein/' die Sache nicht abgetan ist. Die zweitägige Diskussion hat wahrscheinlich an der richtigen Stelle die Ueberzeugung bestärkt oder, wenn sie nicht vorhanden war, geschaffen, dass nichts uns an unserm Erdziel irre machen kann, auch die erfahrene Abweisung nicht. Das ist erreicht. Jetzt können Sie getrost die Kommission ernennen und sagen: „Was immer die Kommission beschliesst, was immer ein späterer Kongress beschliesst, alles was wir ausserhalb Palästinas schaffen werden, wird von uns immer nur als Vorbereitung für Palästina gemeint und verstanden sein." (Frenetischer Beifall und Händeklatschen — Tücherschwenken.) Präs. Dr. Herzl: Ich habe es für wünschenswert gehalten, dem Kongress etwas mehr mitzuteilen, als ich bisher glaubte mitteilen zu dürfen. Ich konnte das aber selbstverständlich nicht tun, ohne an der zuständigen Stelle mir die Erlaubnis erbeten zu haben, und darum bin ich erst jetzt in der Lage, Ihnen eine Mitteilung, etwas Ergänzendes mitzuteilen, vielleicht das Wichtigste, was an Tatsächlichem bisher in dieser Debatte vorgekommen ist. Bei dieser Gelegenheit antworte ich auch auf einzelne Vorwürfe, nämlich, dass man dem Kongresse früher keine Mitteilung gemacht habe und dass man infolgedessen von Ostafrika und dem Gebiete, das in Frage käme, nichts wisse. Wenn sogar Dr. N o r d a u auf der Tribüne erklären musste, dass er über das Gebiet nicht genügend unterrichtet ist! Wir konnten Ihnen früher keine Mitteilungen machen, weil wir noch nichts Bestimmtes in Händen hatten. Wir können nicht Nachrichten geben wie ein gut unterrichtetes Blatt, das schon am Tage vorher zu meiden wusste, dass jemand gestorben ist. Aus dem Datum eines Dokumentes, das ich auf der Tribüne werde verlese.n lassen, werden Sie ersehen, dass es nicht möglich war, diese Mitteilungen vor dem 14. August anzukündigen. — Ich erteile das Wort Mr. Greenberg. Del. Leopold J. Greenberg (von lebhaftem, langanhaltendem Beifall und Händeklatschen begrüs.st, besteigt die Rednertribüne). Präs. Dr. Hcrzh Sie wollen etwas über den Gang der Verhandlungen mitteilen. Das können Sie zuerst tun und dann das Dokument verlesen. Del. Leopold J. Greenberg (spricht englisch). As I have personally been engaged on behalf of Dr. Herzl, in negotiating with the British Government upon the matter of East Africa, I do not deem it right that I should express any party opinion in Congress upon the question. But I think it necessary to teil you that so far as the negotiations that have taken place are concerned, we have not in the slightest degree bound ourselves tc accept the Suggestion of the British Government—a Suggestion whieh I venture to add has arisen solely and wholly I believe f rom a desire to see bettered the general eondition of Jewry, and from a wise and far-seeing appreciation of the Jewish people. This estimate of us by a great and powerful nation is so new—is so opposed to the manner in whieh we ha^e for so long been regarded—that I am sure it will interest you to know this faet eonceming the British Government. 2\ror will the appointment