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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 129

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 129 (sequence 130)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--1973-3478111
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_ 129 _ die von allen anderen bestehenden Institutionen gründlich verschieden sein sollte. Der Hanptimtersehied in ihrer Arbeit bestellt darin, dass die Alliance ihren Eifer dareinsetzt, literarische Arbeit zu fördern, und die Ica, Advokaten zu unterstützen (Lebhafter Beifall und Heiterkeit), ferner, dass die Alliance Bilanzen herausgibt und die Ica nicht. (Lebhafter Beifall und Heiterkeit.) Aber sprechen wir ernsthaft — denn der Präsident der Ica erklärt, sein ganzes Bestreben sei nunmehr der Kolonisation gewidmet. Ich erwarte getrost, dass in dem Augenblicke, wo der Zionismus imstande sein wird, der Welt einen praktisch realisierbaren Kolonisationsplan vorzulegen, die Ica eifrigst bemüht sein wird, den grösseren Teil ihrer .Mittel und den grössten Teil ihrer Tätigkeit in unsere Bewegung hineinzutragen. (Stürmischer Beifall.) Ich für meinen Teil habe gegen die .Mitglieder der Ica als Personen nicht die geringste Voreingenommenheit. Ja, für einige von ihnen hege ich die höchste Bewunderung und bin überzeugt, dass kein einziger von ihnen einem Plan auf die Dauer sich widersetzen wird, dessen weiter Horizont den eigentlichen Absichten des Barons Hirsch vollkommen entspricht, und eine noch grössere reale Möglichkeit des Erfolges als je seine Versuche es taten, bietet. Baron Hirsch war der Vater des Gedankens von jüdischer Kolonisation in grossem Stile. Xun sind aber beinahe 13 Jahre verf lossen, seitdem dieses Kind seines Geistes 1891 das Licht der Welt erblickte. Bald wird es seine Barmizwah feiern und das Kuratorium der Hirschschen Stiftung kann sodann das auf seine eigene Mannheit gestellte Kind uns mit dem orthodoxen Spruche übergeben: rn bv tvjVü 'ntosr -[nr. Gelobt sei Er, der mich von der Verantwortlichkeit für dieses Kind entlastet hat. Das einzige, was jetzt noch nottut, ist ein stattliches Barmizwahgeschenk. (Stürmischer Beifall und Heiterkeit.) Sollte die von uns geplante Kolonisation je in Palästina selber realisiert werden können, so würde unser Erfolg die Aufhebung der Chaliikah nncl das Aufsaugen der vielen deutschen, österreichischen, dänischen, schwedischen und andern Gesellschaften mehr, die die Kolonisation Palästinas zum Zwecke haben, sein. Selbst unter den jetzigen Umständen würden sie am besten tun, wenn sie in unserer Bewegung aufgingen. Sollten sie jedoch darauf hinweisen, dass sie bestimmte kleinere Werke auszuführen wünschen, so ist es für uns durchaus nicht nötig, ihnen den Krieg zu erklären; nnumgänglich nötig aber ist es, uns vor jeder Nachahmung zu hüten und der seichten Verlockung zu widerstehen, uns anf Kosten unseres weite Horizonte umfassenden Ideals, welches am Ende die einzig wirkliche praktische Arbeitsmethode bildet, der Welt als praktisch zu erweisen. Dasselbe gilt von der jüngst entstandenen Jewish-Oriental Colonization Society, die in volkswirtschaftlichem Sinne nur die Zersplitterung jüdischer Kräfte bedeutet, 9

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