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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 123

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 123 (sequence 124)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476266--1967-3478105
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— 123 — der kleinsten Landsmannschaften, keine Schekelzahlerlisten aufwiesen und ferner, dass der rechtzeitige Termin zur Einsendung nicht eingehalten worden ist. Der § IT des Organisationsstatuts lautet: „Jedes Landes-Ccniite führt eine eigene Liste seiner Schekelzahler, die es ebenso wie die Samen der gewählten Delegierten dem A.-C. wenigstens vier Wochen vor jedem Kongresse mitzuteilen hat." Wir betonen daher, dass diese beiden Bedingungen in Zukunft mit grösserer Pünktlichkeit eingehalten werden sollten, da sonst eine erschöpfende und unparteiische Prüfung der einzelnen Mandate nicht erzielt werden kann. Dr. Ch. Wortsmann: Die Zeitung „Der Freund", Nr. 174, bringt eine Nachricht über die Wahl in Russland, die unbedingt vorgelesen werden muss. Die Zeitung schreibt: „Dasselbe, was „Misrachi", hat auch das Wiener A.-C. getan. Wie ich aus sicherer Quelle erfahre, erhielt man in einigen Städten Depeschen von demselben, dass solche und solche Personen als Delegierte gewählt werden müssen. (Es folgt ein langer Zettel von Personen, die gänzlich unbekannt sind in der zionistischen Welt.) Es versteht sich, dass diese Depeschen ihre Wirkung nicht versagt haben. Wir glauben, dass einige Delegierte verlangen werden, dass der Kongress diese Mandate nicht anerkennen wird.'* Ich betrachte es als überflüssig, diese Nachricht zu kommentieren. Ich möchte nur wissen, ob diese Nachricht richtig ist, und wenn ja, ob die Legitimaitons-Kommission diese Wahlen bestätigt hat? Präs. Dr. Herzl: Wer den Bericht des Legitimationsausschusses zur Kenntnis nehmen will, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Prof. Dr. Belkowsky (übersetzt ins Russische). Präs. Dr. Herzl: Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Bericht ist zur Kenntnis genommen. Zum Sehluss der gestrigen Sitzung haben zwei Delegierte aus Amerika eine Anfrage an mich gerichtet, auf die ich nicht sofort antworten wollte, weil ich es für angemessen hielt, diese Frage zuerst dem grossen A.-C. vorzulegen. Das grosse A.-C. hat sich gestern abends versammelt und ist zu folgender Entsehliessung gekommen: War halten es aus verschiedenen Gründen, die .Ihnen, den Delegierten, zumeist bekannt sind, nicht für angemessen, die in unser in Besitze befindlichen Dokumente zum Zwecke einer Diskussion in den Kongress zu bringen. Dennoch will das A.-C. innerhalb solcher Grenzen, die keine Schädlichkeit für unsere Bewegung bedeuten, dem Kongress noch während seiner Tagung Gelegenheit geben, die wichtigsten dieser Dokumente keimen zu lernen. Es hat Herr Prof. G o 11 h e i i, der eine der amerikanischen Delegierten, sich nach den Grundlagen meiner Erklärung über die Haltung der russischen Regierung erkundigt. Der andere amerikanische Delegierte, Herr Sulz berger, hat auch die Vorlage der britischen Dokumente verlangt. Das A.-C. hat beschlossen, die Dokumente; welche sich auf unsere Verhandlungen mit der englischen Pegierung beziehen, zunächst nur der Kommission zu übergeben, welche für die ostafrikanische Frage vom Kongresse eingesetzt werden wird und darüber eine Debatte im Kongress nicht zuzulassen. ( Beifall.)

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