Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 63)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 62 — In Amerika verloren wir Bev. Dr. Gustav G o 11 Ii e i 1? den Babb. Dr. Benj. S z o 1 d in Baltimore, Dr. Aron Friedenwald; Professor der Augenheilkunde an der Universität zu Baltimore und den Schriftsteller Mos. B e i e h e r s o h n. In Wien starben : Dr. Sal. M andelker n, Ing. Gustav B c t - t e 1 h e i m, Herr Friedr. F u c h s, Beligionslehrer M. K ä s, der Schriftsteller Buben Ascher B r a u d e s3 Herr I. L. Dein e r, der junge hebräische Schriftsteller Alex. Sag all aus Odessa, Herr Dav. S e h w a r z m a n n, Herr Sal. K räme r, Frau Katharina Brüll, Herr Dr. H. Goldbaum und Herr Prof. Josef Löwe n s t a m m, Chor meist er des Wiener Gesangsvereines „Sehir Zion". Die österreichische Organisation verlor ferner Herrn stud. jur. S i e h e n s c h e i n, den Babb. Elia G o i t e i n, den Herausgeber des „Corriere israelitieo", Herrn A. di S. Curiel, Herrn M. Weid- J) e r g, Hr. Ifasa r }T k und meinen Vater Herrn Jacob Herz 1. Schliesslich sei hier auch zweier Männer gedacht, die, obwohl nicht unseres Stammes, doch ehrendes Andenken verdienen, ich meine Freiherrn von Suttner und Fürst Nicolay Trubetzkoy. Arthur Grundaccar von Suttner war ein Streiter für alle. Unserer Bewegung war er mit aufrichtiger Sympathie zugetan, wie er viele andere Werke förderte. Fürst Trubetzkoy war einer der ersten in Bussland, die die humanitäre und kulturelle Seite unserer Bewegung erkannten und sie nach. Kräften förderten. Ich werde im Protokolle feststellen lassen, dass Sie das Andenken unserer teuren Toten durch Erheben von Ihren Sitzen geehrt haben. (Zustimmung.) Die Zahl der Begrüssungsdepeschen und Kundgebungen aller Art ist so gross, dass ich die Zeit des Kongresses durch das Verlesen nicht in Anspruch nehmen will. Sie werden vom Sekretariate in geeigneter Weise publiziert und zur Kenntnis der Journalisten und Delegierten, die sich dafür interessieren, gebracht werden. Del. Leon (zur jeschäitsordnung, iranzösisch) protestiert im Namen der 19 Delegierten der Vereinigten Staaten von Nordamerika, welche 2 Millionen Juden repräsentieren, dagegen, dass sie, die 7400 km gereist seien, um dem Kongresse beizuwohnen, nicht Plätze bekommen hätten. Er plaidiert für die Numerierung der Sitze zur Aufrechterhaltung der Ordnung. (Lebhafter Beifall.) Präs. Dr. Herzl: Die Bemerkungen des Herrn Leon beziehen sich auf die Ordnung im Saale. Ich habe schon erklärt, dass ich heute mittags zwischen den beiden Sitzungen versuchen werde, eine genügende Ordnung herzustellen und bitte schon jetzt die Ordner und ihren Obmann, sich unmittelbar nach Schluss der Vormittagssitzung bei mir einzufinden. Das Wort hat nunmehr Herr Dr. Max Nordau. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Dr. Max Nordau (mit tosendem Beifall begrüsst) : Geehrte Versammlung! Verzeihen Sie, dass ich Sie zunächst mit einigen persönlichen Bemerkungen behellige. Mein Name ist irrtümlich auf die