Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 32)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ii — 31 Bei diesem erfreulichen Stand unserer Bewegung, bei der wahrnehmbaren Regsamkeit und eifervollen Tätigkeit unserer Organisationen, ist es selbstverständlich, dass die bisherigen zionistischen Schöpfungen entsprechend gediehen. Die Jüdische EolonialbanJe hat gleich nach dem V. Kongresse ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. (Beifall.) Die Angelegenheiten der Bank bilden einen eigenen Punkt unserer Tagesordnung. An dieser Stelle soll nur erwähnt werden, dass das A.-C, welches als Aufsichtsrat seine Pflicht sehr gewissenhaft nimmt, mit dem Erfolge der Geschäftstätigkeit zufrieden ist. Die Bank wird schon nach ihrem ersten Geschäftsjahre eine, wenn auch vorläufig bescheidene Dividende verteilen, welche den Beweis liefert, dass das Unternehmen auf gesunder Basis steht und das eingezahlte Kapital kein Geschenk, sondern eine Geschäftseinlage ist, das unter Förderung grosser nationaler Zwecke sich auch hoffentlich immer besser verzinsen wird. Die Bank war kurz nach dem V. Kongresse Gegenstand eines Angriffes, welcher gleichzeitig in drei unserer Bewegung von jeher feindlichen Blättern anonym publiziert wurde. Die in diesem Pasquille erhobenen Beschuldigungen sind vom ersten bis zum letzten Worte erfunden gewesen. Die Verwaltung der Bank ist über alle Zweifel erhaben. Wenn wir uns mit Zurückziehung der Anklagen und Abbitten begnügten, statt auf gerichtlicher Bestrafung der Schuldigen zu bestehen, so geschah es, weil wir selbst in diesen Fällen nicht, vergassen, dass wir es mit Juden zu tun hatten. Den uns wohlbekannten Urheber der Verleumdungs-Campagne aber werden wir bei entsprechender Gelegenheit der gebührenden Verachtung der jüdischen Welt überantworten. Rühmend muss bei Erwähnung der Bank auch der Tätigkeit der Sliare-Clubs gedacht werden, welche ihre, stille und dabei erfolgreiche Tätigkeit der Erleichterung und Ausbreitung des Ankaufes der Bankaktien gewidmet haben. Die Bank darf von der zionistischen Welt in keinem Augenblicke vergessen werden, denn das in Aussicht genommene Bankkäpital ist noch nicht erreicht, und selbst wenn dies der Fall sein würde, ist nicht zu vergessen, dass mit jedem neuen Penny, der der Bank zufliesst, ihre Bedeutung und Kraft sich erhöht. (Lebhafter Beifall.) Als Tochter-Institut der Jüdischen Kolonialbank wurde im vergangenen Jahre Anglo-Palestine- Co. gegründet, welche den Zweck hat, ihre Tätigkeit auf Palästina zu richten. Wir können mit Freude Ihnen melden, dass die Company bereite in Jaffa installiert ist und die Geschäfte begonnen hat. Mit grosser Genugtuung können wir über den vom letzten Kongress gegründeten Nationalfonds sprechen. Diese Institution darf den Namen einer nationalen mit Kecht führen. Sie ist bis jetzt wohl die populärste unserer Gründungen und der Erfolg des ersten Best and jahres 1