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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1903-01-01 · 6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903 · p. Seite 9

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
6 (1903) Basel, 23. bis 28. August 1903
Date
1903-01-01
Page
Seite 9 (sequence 10)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 9 — und Händeklatschen.), ohne class wir irgend etwas von den grossen Grundsätzen aufgeben, auf welche unsere Bewegung gegründet ist. (Erneuerter stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Die Einzelheiten des Vorschlages, auf den ich Ihre besondere Aufmerksamkeit aufs ernstlichste hinlenken möchte, dem gesamten Kongresse vorzulegen, würde mir nicht praktisch scheinen. Es scheint mir richtiger, Sie zu bitten, dass .Sie einen kleinen Sonder-Ausschuss wählen, der sich mit der ganzen Angelegenheit zu befassen hätte. Was immer beschlossen werden mag — soviel kann ich getrost sagen, dass wir alle im Herzen nichts als das tiefste Gefühl der Dankbarkeit für das staatsmännische Wohlwollen empfinden, das Grossbritannien in diesen Verhandlungen dem jüdischen Volke gegenüber bekundet hat. (Tosender, sich immer wieder erneuernder Beifall und Handeklatschen im Saale und auf den Galerien. — Del. Z a n g w i 11: Three Cheers for England! — Der Kongress stimmt begeistert ein. — Minutenlanger Applaus, Hüte- und Tücherschwenken. — Die Versammlung erhebt sich.) Zion ist dies freilich nicht und kann es nie werden. Es ist nur eine Kolonisationsaushilfe, aber wohlgemerkt auf nationaler und staatlicher Grundlage. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Das Zeichen zum Aufbruche können und werden wir unseren Massen daraufhin nicht geben. Es ist und. bleibt lediglich eine Xotstandsmassregeh die der jetzigen Ratlosigkeit aller philanthropischen Unternehmungen abhelfen und dem Verluste solcher versprengter Volksteile vorbeugen soll. So lagen die Dinge, als die letzte Wendung eintrat, die erst wenige Tage alt ist, aber eine sehr bedeutende Entwicklung vorstellt. Die wohlbekannten Ereignisse machten es notwendig, dass ich im Interesse des' jüdischen Volkes nach Russland reiste. Ich hatte die willkommene Gelegenheit, mit der dortigen Regierung zu verkehren, und ich kann sagen, dass ich einem gewissen Verständnisse unserer zionistischen Bestrebungen begegnete, sowie auch Aeusserungen des galten Willens hörte, etwas Entscheidendes für uns zu tun. Ich gestehe übrigens, class ich bei dieser Gelegenheit nicht nur Parteimann war — Sie werden mir es nicht übel nehmen. Ich sprach nicht nur für die Zionisten, sondern für alle Juden in Russland. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Ich bemühte mich, einige Verbesserungen ihrer traurigen Lage zu befürworten, und erhielt auch die Zusicherung, dass solche Erleichterungen demnächst in Erwägung gezogen werden sollen. Bedeutender waren die Zusicherungen, die ich für die zionistische Bewegung erhielt. Ich bin in der Lage, zu erklären, dass die russische Regierung dem Zionismus kein Hindernis in den Weg legen will, wenn er wie bisher einen ruhigen und gesetzlichen Charakter behält. (Stürmischer, langanhalten der Beifall und Händeklatschen.) Die russische

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