Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 435 (sequence 435)
- Language
- German, English, Hebrew
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435 da unsere glorreichen Vorfahren auf dem goldenen Boden des Heiligen Landes als selbständiges Volk sich des himmlischen Segens erfreuen konnten, geschah es gar oft, dass sie die gekränkte Ehre der Nation mit dem Schwerte zu vertheidigen hatten, und sie thaten dies jedesmal mit ^iner Todesverachtung, mit einem Heldenmuthe, die ihnen einen glänzenden, unvergänglichen Namen in den Annalen aller'Völker für alle Zukunft gesichert haben. Dies war auch der Fall, als der tückische und verrätherisehe König von Ammon die Gesandten des Königs David in einer schmählichen Weise misshandelt hatte. Der grosse Feldherr Joow zog mit seiner Mannschaft aus, um diesen verräterischen König zu züchtigen. Bevor er jedoch das Schwert aus der Scheide gezogen, rief er seinen Brüdern zu : PID ptn Seid stark, seid stark, lasst uns stark sein für unser Volk und für die Stätte unseres Gottes, der Ewige möge thun, was gut ist in seinen Augen! Pinn?) ptn ptn müssen wir uns zurufen, ehe wir die liebgewordenen Räume dieser Halle verlassen, um die Rückreise in die Heimat anzutreten. Lasst uns stark sein. Brüder, rüstet Euch mit neuer Kraft, waffnet Euch mit frischem Muthe, spornt Eure Energie, beflügelt Euren Geist für die grosse Arbeit zur Förderung der heiligen Idee, der wir uns mit Leib und Seele gewidmet haben. Lasst uns stark sein, lasst uns sicher, fest, unerschrocken und vertrauensvoll dem ausgesprochenen Feinde entgegentreten, lasst uns aber mit Liebe und Milde, mit Nachsicht und Geduld, mit Wohlwollen und warmem Herzen neue Freunde und Gönner werben aus den Reihen der noch Gieichgiltigen oder der Bewerbung Abgeneigten. Unsere Devise jetzt ist dieselbe, die einst die Propheten bei Wiederherstellung des Reiches nach dem Golus Babei ausgegeben haben: nm D^ j-^ ^1 bm &b- Nicht mit Macht und nicht mit Kraft, sondern durch meinen Geist. Wir bauen nicht auf Gewaitthaten, wir stützen uns nicht auf moderne Gewehre, wir lechzen nicht nach Blut, wir wollen keine Feindschaften und Uneinigkeit stiften; der wahre Geist Gottes allein ist unsere Waffe, mit der wir kämpfen. Wahrheit, Gerechtigkeit, Bruderliebe, Freiheit sind unsere Bundesgenossen, die uns im Kampfe .zum Siege führen müssen und auch sicher führen werden. Die Worte unseres Feldherrn Joow sind umso bemerkenswerter, da er, als er den Kampf empfahl, zuerst dies im Interesse des Volkes •that und dann im Interesse der Stätte Gottes. Er sprach prnnai pTil Ubtf und dann wmbx *rjnv Der grosse Feldherr erkannte mit scharfem Blicke, dass ohne ein gesittetes, geeinigtes, festes, selbständiges und selbstbewusstes Volk eine Pflege der Stätte Gottes eine vergebliche wäre. Was aber der Feldherr Joow in alter Zeit war, meine Freunde, das ist Dr. Herzl heute (Stür- 2S*