Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 426 (sequence 426)
- Language
- German, English, Hebrew
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426 Elemente des zionistischen Programms und macht es allen Gesinnungsgenossen zur" Pflicht* an ihr mitzuarbeiten." Das religiöse Element haben wir durch eine der Grunderklärungen unserer Bewegung jedem einzelnen überlassen, und ich glaube, dass das ein Princip ist. welches heutzutage das allgemein giltige ist. Niemand versuche es, auf das Gewissen eines anderen einen Druck auszuüben. Nachdem diese Grunderklärung unserer Bewegung vorliegt, die seinerzeit vom Congresse sanetioniert wurde, glaube ichj dass diese Resolution einen Widerspruch nicht linden kann. (Widerspruch.) Der Widerspruch wird sofort Gelegenheit haben, sich zu äussern, weil jetzt die Abstimmung kommt. Nach der Erklärung, welche ich Ihnen gegeben habe, liegt nichts vor. was zur Gereiztheit und Verstimmung Anlass geben und die letzten Augenblicke des Congresses trüben darf. Ich bringe nun die Anträge Punkt für Punkt zur Abstimmung, zunächst die Anträge der Rabbiner Reines und Rabinowitsch:; 1. „Der Congress möge die Bibliothek in Jerusalem unterstützen." ■Wer dafür ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist angeno m m e n. (Lebhafter Beifall.) Dazu bringt Herr Kessler einen Zusatzantrag, lautend: „Nachdem das A.-C. sich davon überzeugt hat, dass die Verwaltung der Bibliothek eine vollkommen zureichende ist." Del. Kessler: Ich möchte mit ein paar Worten den Antrag begründen. Ich mache darauf aufmerksam, dass es mir, als ich voriges Jahr in Jerusalem war, nicht vorkam, als ob die Bibliothek zweckmässig geleitet würde, und ich halte es daher für nothwendig, dass wir, wenn wir sie subventionieren, uns auch davon überzeugen, dass die Verwaltung sich in geeigneten Händen befindet. Del. Rosenthal: So weit mir bekannt, ist die Verwaltung sehr gut. Präsident Dr. Herst: Kennen Sie dieselbe aus eigener Anschauung? Del. Rosenthal: Durch die Verbindung, in der ich stehe. Präsident Dr. Herst: Herr Kessler hat sich aber selbst überzeugt. Uebrigens, Herr Rosenthal, enthält der Antrag Kessler keine Ablehnung, sondern er wünscht bloss., dass wir uns selbst überzeugen. Ist kein Widerspruch gegen den Antrag Kessler? (Niemand meldet sieh.) Derselbe ist angeno m m e n. Der zweite Antrag lautet in seinem ersten Theile: „Der Congress möge die Wichtigkeit und Noth wendigkeit der Herausgabe einer hebräischen Eneyklopädie aussprechen." Ist dagegen ein Widerspruch? (Niemand meldet sich.) Angeno in m e n. Jetzt kommt der zweite Absatz: „Dass zu diesem Zwecke eine Commission ernannt werde." Will der Congress eine Commission wählen? (Rufe: Nein!) Die dafür sind, eine Commission zu wählen, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Dieser Absatz des Antrages ist a b g e 1 e h n t. Ich verstehe die Abstimmung so, dass das