Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 405

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 405 (sequence 405)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3476254-3476264--1779-3477916
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

405 keine Schekelzahler sind. Achad-Haam ist der wichtigste Mann, aber er ist kein Schekezahler. Del. Dr. Wilenski: Das ist nicht richtig! Jeder*,, der hier genannt wurde, ist ein Schekelzahler. Dr. Marmorek: Verehrter Congress! Die Frage, welche Herr Dr. Awinowitzki soeben gestellt hat, wurde auch im Ausschüsse aufgeworfen, und da haben einige Herren, unter anderen Herr Dr. Wilenski, versichert, das* Ginzberg, bezw. Achad-Haani Schekelzahler ist. Del. Dr. Aimnoioitzki: Wir sind in der Odessaer Organisation : er ist nicht Schekelzahler! Dr. Marmorek: Ich bitte, die Frage momentan zurückzustellen, bis die nöthigen Aufklärungen gegeben sein werden. Ich glaube, wir werden die Entscheidung leicht und zwar in folgendem Sinne finden. Es scheint mir speciell als Privatperson — denn mir ist diesbezüglich vom Ausschusse kein Mandatgegeben worden —• a priori ausgeschlossen, dass jemand, der unserer zionistischen Organisation nicht angehört, von uns in irgend einen Ausschuss gewählt werde. Jemand, der es bisher nicht für nöthig gehalten hat, offen dem Zionismus durch Schekelzahlung beizutreten, gehört nicht zu uns, wie wir zu ihm nicht gehören. Infolge dessen ist eine solche Wahl, wenn wir sie vornehmen würden, ungiltig. Die Frage scheint hier controvers, indem Herr Dr. Awinowitzki aus Odessa erklärt, dass Achad Haam nicht Schekelzahler sei, während ich soeben, abgesehen von der Mittheilung des Herrn Dr. Wilenski, einen Zettel bekomme, in welchem zwei Congressmitglieder mit ihrem Ehrenworte das Gegentheil erklären. Präsident Dr. Herzl: Die Entscheidung wird nicht nach einer Persönlichkeit zugeschnitten. Es gibt eine principielle Bestimmung. Wir können nur Personen, welche innerhalb der Organisation stehen, mit einem Mandate betrauen. Der Congress kann Achad-Haam wählen; wenn sieh dann herausstellen sollte, was einfach eine Thatfrage ist, dass er kein Schekelzahler ist. so erlischt sein Mandat von selbst. Del. Rosenthal: Ich bitte den Herrn Präsidenten, dem Congresse Aufklärung darüber zu geben, was die Aufgabe der Culturausschüsse ist, damit wir, bevor wir sie Wählern ihre Pflichten und Rechte kennen. Präsident Dr. Herzl: Ich habe eben empfehlen wpllen, dass wir die Wahl dieser Commission vorläufig zurückstellen, bis wir die gegenwärtig abgesetzte, aber für später vorgemerkte Culturfrage wieder vorgenommen haben. Die Discussion wird uns dann vielleicht auch bezüglich der vorzunehmenden Wahlen belehren. Dr. Marmorek: Ich habe Ihnen weiters als fernere Resolution des Permanenzausschusses vorzulegen: „Jeder Landsmannschaft ist zu empfehlen, eine statistisch-ökonomische Commission zur Erforschung der wirtschaftlichen Lage und zur Ausarbeitung eines Planes der ökonomischen Hebung in jedem Lande zu ernennen"'. Nun komme ich zur Agitationscommission. Der Permanenzausschuss schlägt dem Congresse vor, den A.-C.-Mitgliedern und Organisationen aller Länder nochmals dringend zu empfehlen, in den ihnen unterstehenden Rayons

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.