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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 375

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 375 (sequence 375)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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o aj r* o i o möchte, als ob eine Debatte erdrosselt worden wäre, spreche ich doch den Eintritt in die Discussion aus. Der Congress wird vielleicht nach einiger Zeit zu einem anderen Stimmenverhältnisse kommen. (Widerspruch.) Ich weiss, dass das eine Vergewaltigung — aber im guten Sinne — ist. Del. Bernstein-Kohan: Ich glaube, dass der Congress den Antrag Farbstein unterstützen muss. Es wäre ganz unlogisch, sieh ablehnend dagegen zu verhalten. Haben wir für diese Bank einen politischen Zweck in Aussicht genommen, so müssen wir die Consequenzen ziehen. Hätten wir eine andere Möglichkeit für die verschiedenen Credite, die uns zur allmählichen Erlangung des Charters führen sollen, hätten wir eine andere Casse, die wir anpumpen könnten, so wäre ich dafür, ein so solides Instrument, wie die Bank, nicht zu benützen. Wir haben aber nichts anderes. Wir müssen die Möglichkeit, das Geld von der Bank zu nehmen, vielleicht erschweren, aber wir sollen die Möglichkeit nicht aussehliessen, dass die Credite in jedem Augenblicke fertig sein sollen; sonst können wir nicht fordern, dass die Bank zum Ziele kommt. Hier haben viele Redner gegen die unmittelbaren Unternehmer für die Vermehrung der Capitalien gesprochen und waren einige dafür, dass die Bank im Status quo bleiben soll. Öb man Actien verkaufen wird, wenn eine Geschäftsstelle in Kussland errichtet wird, weiss man nicht, auch nicht das GegentheiL Aber dass viele Actien werden verkauft werden, dass sie um das Doppelte wachsen werden, wenn der Charter da ist, können wir mit Bestimmtheit sagen. Aus logischen und praktischen Gründen müssen wir den Antrag Farbstem unterstützen. Wenn nicht, müssen wir andere Conelusionen ziehen, indem wir unsere stürmische Bewegung in ein flaches Niveau bringen. Ich lade Sie ein, für den Antrag Farbstein zu stimmen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Bentwich (spricht englisch). Präsident Dr. Herzl: Herr Bentwich fragt, warum der Gedankengang des Herrn Dr. Farbstein, der in der Resolution ausgesprochen ist, vor den Congress nicht früher gebracht wurde. Herr Bentwich ist erst gestern angekommen. Ich frage Herrn Farbstein, ob er in der ersten Rede das vorgebracht hat, was ich gesagt habe. (Farbstein: Gewiss!) Es ist etwas anderes, über einen Gegenstand sprechen, und etwas anderes, einen Antrag formulieren. Sie können über einen Gegenstand zwei Tage sprechen und erst am dritten Tage einen Antrag formulieren. Dann liegt ein neuer Antrag vor. Sie können aber nicht sagen, dass über den Gegenstand nicht gesprochen wurde. Ueber den Gegenstand wurde gesprochen. In den meisten Vertretungskörper!i wird eine Discussion sich erst allmählich verdichten zu einer Resolution. Ich habe hier nichts Abnormales gesehen. Ueber die Frage der Discussion wurde schon entschieden. Ich habe nur constatiert, dass kein neuer Gegenstand vorgebracht worden ist, und selbst wenn das ein neuer Gegenstand wäre, so wäre es nur sehr bedauerlich, dass man in diesem Augenblicke dahin kommt,, was das erste hätte sein sollen. (Beifall.) Del. Dr. Sussmann: Was den Antrag Farbstein betrifft, so ist es selbstverständlich, dass man darüber keine Abstimmung einleiten muss. Die Bank wurde zu einem bestimmten Zwecke gegründet, und dass wir jetzt erst

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