Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 339 (sequence 339)
- Language
- German, English, Hebrew
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839 werden sollte, dass nämlich „Die Welt" dem Congresse insoferne zu unterstehen hätte, als der Congress einen Pressausschuss bestellt. Del. 'Burstin : Mir scheint, dass dieser Gegenstand überhaupt nicht zur Tagesordnung gehört, sondern zur Frage der Agitation. Wir müssen uns strenge an die Tagesordnung halten, also jetzt an die Frage der Einkünfte und Ausgaben. Infolge dessen würde ich Schluss der Debatte beantragen. Präsident Dr. Herzl: Der Gegenstand gehört insoferne zu diesem Paragraphen, welcher von den Einkünften handelt, als es nach dem Antrage Marmorek vielleicht möglich wäre, „Die Welt" activ zu machen und wenn dies geschieht, so gehört die Frage selbstverständlich zu den Einkünften des Congresses, weil „Die Welt" dann dem Congresse gehört, und wenn sie passiv ist, dies Kosten für die Verwaltung, also für das A.-C. bedeutet. Nun liegt dem Vorschlage Marmorek der Gedanke zugrunde, dass es ganz zweifellos ein Bedürfnis der Vereine, der Organisation ist, allwöchentlich mit der Centrale in Verbindung zu sein, und — was vielleicht eine zu entwickelnde Idee wäre — in dem Augenblicke, wo alle Vereine „Die Welt" lesen, wäre sie auch ein Verbindungsmittel zwischen den Vereinen untereinander, so dass z. B. die Vereine in Argentinien, in Süd-Afrika, in Kussland durch „Die Welt"' untereinander in Verbindung sein könnten. In dem Augenblicke, wo man weiss, das ist ein obligatorisches Verständigungsmittel innerhalb der zionistischen Bewegung, ist dies wie eine schwarze Tafel, auf welcher man alles liest, was im gemeinschaftlichen Interesse ist. Wenn dieser Antrag erst heute kommt, so erklärt sich dies daraus, dass die Personen, welche „Die Welt" ins Leben gerufen und erhalten haben, alles vermeiden wollten, was irgendwie einen geschäftlichen Charakter haben könnte. Sie wollten dies vermeiden infolge der Stellung, die sie in der Bewegung haben. In dem Augenblicke, wo das Organ der Bewegung gehört, ist es nicht nur nicht undelicat, sondern geradezu eine vernünftige Forderung, dass dieses Organ von denjenigen erhalten wird, für die es die Bewegung pflegt und denen es allwöchentlich Dienste leistet. Es geschieht so eine Vertheilung der Lasten für etwas, was einer jeden Woche greifbare Vortheile gewähren kann. Insoferne hängt die Resolution Marmorek mit diesem Punkte zusammen. Die Resolution lautet: „Alle Vereine der Welt müssen auf mindestens ein Exemplar der „Welt" abonnieren. Der Landes-Centrale werden so viele Exemplare der „Welt" von der Administration der Zeitung zugeschickt, als es der Ziffer ihrer Vereine entspricht."' Es ist zunächst der Antrag gestellt, über Paragraph 26 abzustimmen. Diejenigen, die dafür sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Angenommen. Jetzt werden wir den Paragraphen verlesen und abstimmen lassen. Del. Reich (liest) : „V. Einkünfte der zionistischen Organisation. § 26. Die Einkünfte der zionistischen Organisation bestehen aus den Schekeln, den Beiträgen zur Landes - Organisation, den Spenden und Zuwendungen jeglicher Art." Die dafür sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) § 26 ist angenommen. 22*