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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 331

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 331 (sequence 331)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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331 Präsfdent Dr. Herzl: Es sind alle verlesen worden. Diejenigen, die für den zweiten Tlieil des Comite-Antrages sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Es wird mir gesagt, dass die Abstimmung zweifelhaft sei. Del. Trietsch: Ich glaube, hieraus ergibt sich am besten, dass es nötliig war, nochmals die divergierenden Anträge — nicht diejenigen, die sich decken — nebeneinander zu verlesen. Präsident Dr. Herz!: Ich glaube, viel nothwendiger ist es, die ausserhalb des Saales befindliehen Delegierten zu verständigen, dass wir jetzt über einen Hauptpunkt der Organisation abstimmen. Del. Dr. Bernstein (London) : Es liegt ein Missverständnis vor., und deshalb war es sehr gut, dass der Vorschlag getheilt wurde. Wir alle oder fast alle sind mit der ersten Hälfte, d. h. dass eine Föderation in jedem Lande sein soll, vollkommen einverstanden. Nun kommen wir zur zweiten Hälfte des Antrages. Die russischen Herren nun, die so lange in ihrem Lande für eine Einigkeit gekämpft haben und die früher nicht einig waren, fürchten, dass durch diese neue Bestimmung ihre Einigung gebrochen werden wird, dass ihre Organisation sich dann in verschiedene Federationen theilen wird. Natürlich wollen sie das nicht haben, und dies ist gewiss auch nicht das Ziel der neuen Statuten. Wir in England dagegen wollen, dass in die neue Federation die Vereine, welche nicht in der alten waren, hineinkommen. Das, was für uns eine Cautel ist, dass unsere Organisation nicht gebrochen wird, scheint den Herren in Russland im Gegentheile eine Gefahr zu sein. Infolge ("essen müssen wir diesen Tlieil des Vorschlages den Erfordernissen der einzelnen Länder anpassen. Präsident Dr. Herzl: Üeber die Möglichkeit der Bildung neuer Federationen liegt ja schon ein Beschluss vor. Darauf bezog sich der erste Theil, der angenommen wurde. Jetzt handelt es sich nur darum, festzustellen, welche Bedingungen für die Erlangung des Charakters einer neuen Federation erfüllt werden müssen. Wenn Sie diese Bedingungen von den einzelnen Ländern abhängig machen, so kommen Sie zu verschiedenen Ziffern. Das wäre jedenfalls gegen das Princip der Einheitlichkeit. Die Herren aus Kussland wollen nämlich, dass, wenn überhaupt neue Federationen gebildet werden, ihnen eine viel höhere Ziffer gesetzt werde, denn bei Ihnen spielen ja 50 Vereine gar keine Holle. Nun werden Sie aber über diese Schwierigkeit nicht hinwegkommen. Diese Federationen stehen ja aber nur mit Ihnen im Verkehre, nicht mit dem engeren Comite. Del. Dr. Bernstein-KohanNach diesem Paragraphen ist es nicht so! Präsrdent Dr. Herzl: Doch! Es heisst hier: „Nur durch die Mitglieder des grossen A.-C." Der Antrag Ussischkin lautet: „Eine zweite Federation kann nur dann gegründet werden, wenn die Mitglieder des A.-C, die in diesem Lande wohnen, dafür sind.'' (Zustimmung und Widerspruch.) Was Herr Lssischkin proponiert, macht doch den Standpunkt deutlich. L^nser Entwurf will deshalb die Entstehung von Federationen nicht von dem Belieben der A.-C.-Mitglieder in diesem Lande abhängig machen, sondern gewisse positive Bedingungen fest-

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