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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 320

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 320 (sequence 320)
Language
German, English, Hebrew
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320 und die Empörung dieser Leute: „Wie untersteht der Eabbiner sich, uns solches Zeug vorzusetzen!" (Lebhafte Heiterkeit und Beifall.) Nun, obwohl Dr. Herzls Fass nicht ganz so gross ist, rissen doch viele Mund und Augen auf, als wäre es das grosse Heidelberger Fass. Zwei Millionen! Die Leute hoben ihre Arme gen Himmel vor Entsetzen, und doch werden jede Woche Actiengesellschafteii mit viel grösserem Capital gegründet, nicht zum Zwecke der Befreiung eines Volkes, auch nicht zum allgemeinen Besten, sondern zum Zwecke von Privatgewinn. Erst neulich, vor wenigen Tagen, wurde in London eine Weihnachtskarten-Actiengesellschaft gegründet, und das Capital strömte zu und erreichte bald ungefähr jene zwei Millionen, die gefordert wurden. Wie unsere Bank, wurde auch diese Weihnachtskarten-Actiengesellschaft von Juden gegründet. Sie hat sogar dieselbe So I iir.it ors-Firma. Ab er glücklicher als unsere Bankräume in Wabbrook, stehen die Geschäftsräume dieser Aetiengesellschaft unter dem persönlichen Segen des Oberrabbiners von England. (Heiterkeit und Beifall.) Und doch, glauben Sie mir, unsere Bankactien sind mindestens ebenso künstlerisch ausgestattet, wie irgendwelche Weihnachtskarten. Doch, wie mein Landsmann Shakespeare sagt: „Es ist eine Seele von Güte auch in den üblen Dingen", und es ist nicht vollständig ein Missgeschick, da ss unsere zwei Millionen nur ganz allmählich zusammensickern; denn zwei alte Sagen über die Juden werden durch diese Thatsache zerstört, erstens, dass alle Juden Millionäre sind, und zweitens, dass alle Juden in enger Gemeinschaft gegen die ganze übrige Welt geeint sind. Man würde der Wahrheit näher kommen, wenn auch noch nicht die ganze Wahrheit sagen, wenn man die Thatsache so hinstellen würde: Einige Juden sind Millionäre, und sie sind miteinander gegen die übrigen Juden geeint. (Beifall.) Aber wir geben auch noch nicht einmal diese Millionäre auf; denn ich stimme mit meinem verehrten Freunde Dr. Jordan darin nicht überein, dass jeder Millionär ein dem Judenthum verlorener Jude ist. Man gebe keinen Millionär verloren, ehe er todt ist. Wer würde sieh vorgestellt haben, dass der Jude in dem Mitglied des Jockey-Clubs, in Baron Hirsch, erwachen würde, einem Manne, den man nicht ohne Verehrung nennen darf. Er war ein nach heroischen Plänen gebauter Mann. Spät im Leben erwuchs in seiner Seele der Gedanke der Befreiung seines Volkes. Ich erinnere mich noch, wie voll die christliche Presse von diesem neuen Moses war. Es war eine Angelegenheit, die die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich zog. Aber kennt denn die Welt die Fortsetzung, wie sie ein Beeilt hat, sie zu kennen? Wie konnte es zugelassen werden, dass eine Angelegenheit von weltweiter Bedeutung in eine Winkel- und Keller an gelegenheit zusammensehwand? Ich will das Meinige dazu thun, um diese Angelegenheit aus dem Dunkel hervorzuziehen, und deshalb werde ich heute meinen Antrag stellen. Der neue Moses wendete sich nach seinem Yolke um, sah es in seiner Knechtschaft und erblickte keine Bettung, ausser in einem neuen Auszug. Wohin? Na eh einer neuen Welt, dachte er, und so leitete er

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