Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 301 (sequence 301)
- Language
- German, English, Hebrew
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- Odesa 1× ep/2781475
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301 Präsident Dr. Herzl: Wir machen aus dem Entwürfe., der gedruckt vorliegt, und aus dem Zusätze, den wir so oft verlesen haben, ein Ganzes. Dieser Zusatz enthält diejenige juristische Fürsorge, die wir als berechtigt anerkennen und zu deren Durchführung wir uns verpflichten. Der Zusatz ist demnach eine Ergänzung und in Ihrem Sinne vielleicht eine Verbesserung des Entwurfes. (T e ni k i n und de Haas übersetzen dies.) Diejenigen, die für den Entwurf des A.-C. mit dem Zusätze sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Mit 105 gegen 82 Stimmen angenommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Es wird hier die merkwürdige Auslegung laut, dass jetzt noch eine Abstimmung über den Antrag Bodenheimer nothwendig sei. (Zustimmung und Widerspruch.) Ich bin dieser Ansicht nicht; denn wenn man einen Antrag definitiv angenommen hat, so kann man nicht nochmals darüber abstimmen, ob er provisorisch angenommen sein soll. Was aber den Zusatz betrifft, in welchem eine gewisse, ja eine sehr grosse Aehnlichkeit zwischen der von Herrn Dr. Bodenheimer und der von ims beantragten Eassung enthalten ist, so kann ich Ihnen sagen, dass wir uns schon darum, weil wir vielleicht verwöhnt sind, die Beschlüsse mit grosser Majorität durchzudringen, für moralisch verpflichtet halten werden, zu Versuchern so viele juristische Cautelen als nur möglich sind — und das Unmögliche wird selbst Herr Dr. Bodenheimer nicht versprechen — ohne 'Rücksicht darauf, ob sie von Herrn Dr. Bodenheimer oder von einem anderen beantragt sind, durchzuführen. Diese Erklärung steht im Protokolle. (Beifall.) Del. Dr. Sctpir (spricht unter lebhaftem Beifall und Händeklatschen russisch). Dr. Tschlenoto (übersetzt) : Herr Dr. Sapir aus Odessa erklärt, dass die Odessaer zionistischen Vereine ihn beauftragt haben, 400 Francs hier zu übergeben. (Lebhafter Beifall.) (Zahlreiche Delegierte begeben sich zur Präsidententribüne, um Geldbeträge für den Nationalfohds zu überreichen.) Präsident Dr. Ilerzl: Das erlaube ich nicht, hier wird kein Geld gesammelt. Wenn auf der Tribüne gemeldet wird, dass ein solcher Auftrag vorliege, so lasse ich ihn mittheilen. Diejenigen, die dem National fonds Beiträge widmen wollen, können sie hier in der bereits mitgetheilten Weise erlegen, aber hier wird kein Geld gesammelt. Del. Dr. Kokesch: Verehrter Congress! Herr Johann Kremenezky. der Verfasser des Entwurfes für den Nationalfonds, der dem Congresse leider nicht beiwohnen konnte, hat mich beauftragt, mitzutheilen, dass er zum Andenken an den seligen Professor Schapira aus Heidelberg, welcher auf dem ersten Congresse die Idee des Nationalfonds lanciert hat, 10 Pfund für den Nationalfonds spendet. (Beifall.) Del. Dr. Bodenheimer: Im Namen der deutschen Landsmannschaft habe ich Ihnen die Mittheilung zu machen, dass durch die unentwegte Thätigkeit unseres hochverehrten verstorbenen Gesinnungsgenossen, des Herrn Dr. Selm-