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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 233

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 233 (sequence 233)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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233 im Interesse des Zionismus. Die Leidensstationen, die erst die Leute durchmachen mussten, haben eine gewisse Bürgschaft gegeben, dass es sich nicht darum handelt, einer vorteilhaften Bewegung sich anzuschliessen. Auch glaube ich, dass diese Beschränkung, abgesehen von der Gesinnungsbürgschaft, die darin enthalten ist, nützlich ist, weil doch eine gewisse Erfahrung, eine Vertrautheit mit der Geschäftsführung in einer so grossen Bewegung allmählich erforderlich wird. Das ist gerade so, wie bei der Administration eines grossen Vermögens. Glauben Sie mir, unsere Gultusgemeinden, denen ich gewiss nichts Gutes nachsagen will (Heiterkeit), haben in einer gewissen Beziehung einen flair, wenn sie die wohlhabenden Leute zur Verwaltung heranziehen. Insofern es sich darum handelt, dass die Function in der Gemeinde ein prämiiertes, gutes Geschäft ist, können Sie sich denken, dass ich dagegen bin. Es ist aber auch ein Element der Vernunft darin. Um eine grössere Habe zu administrieren, mnss man mit der Administration vertraut sein, muss man sie gelernt, muss man sie am besten in seiner eigenen Angelegenheit prakticiert haben. Derjenige, der gewohnt ist, ein Vermögen zu verwalten, weiss, welche Pflicht der Obsorge, welche Wahrung der Zeitumstände, welche kaufmännischen und anderen Massregeln nothwendig sind. Insofern ist es nicht ganz unvernünftig von unseren Gemeinden, die guten Geschäfte auch noch zu belohnen. Das ist eine Analogie, die ich nicht so auszulegen bitte, als würde ich proponieren, nur wohlhabende Leute ins A.-C. zu wählen, sondern ich will sagen, dass man, so wie ein Vermögen, auch eine Bewegung administrieren lernen muss. Wir müssen,wie Scheinkin gesagt hat,uns specialisieren;wir sind lauter unskilled labourers gewesen und haben angefangen, uns zu schulen, und diese Schulung wird ebenfalls durch die Station von fünf Jahren, über die man verfügen muss, in Reih' und Glied erreicht. Dabei schlagen wir vor, dass in besonders berücksichtigungswerten Fällen, wenn sich im Gongresse oder irgendwo in der Bewegung ein grosses Talent zeigt, ein Genie, welches für unsere Bewegung ein Gewinn ist, der Congress — und er wird hoffentlich immer so gut berathen sein — in einem solchen Falle das Princip durchbrechen und einen solchen Mann mit Vierfünftel-Majorität ins A.-C. wählen kann. Wenn es sich heute, um concret zu sprechen, darum handeln würde, Israel Zangwill ins A.-C. zu wählen (Lebhafter Beifall und Händeklatschen), so werde ich bei der Berathung dieses Organisations-Statutes, welches uns morgen schon binden wird, bei der Wahl ins A.-C. heute dafür sein, die fünfjährige Schekelzahlung als Grundlage des passiven Wahlrechtes zu bestimmen, werde aber morgen, falls der Permanenz-Ausschuss vorschlägt, Zangwill ins A.-C. zu wählen, nicht untersuchen, ob er fünf Jahre den Schekel gezahlt hat, sondern

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