Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 205 (sequence 205)
- Language
- German, English, Hebrew
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205 Beweis für die Richtigkeit ihrer Förderung, ein gewisses Selbstbestimmungsrecht und eine gewisse Selbstverwaltung zu erhalten. Mein Vorschlag wäre also, dass in einem Lande, wo eine Föderation oder eine Landesorganisation — wir werden uns dann im Einvernehmen mit der Organisations-Commission über die definitiven Bezeichnungen verständigen — besteht, doch auch neue Vereine oder sich ablösende Vereine in einer Zahl von mindestens 5o das Recht haben sollen, als Föderation zusammenzutreten, und diese Föderation wird dann irgend einen Namen annehmen, „zweite" oder sonst einen, den sie bestimmen wird, und das Actions-Comite-Mitglied für dieses Land ward dann mit dieser neuen Föderation ebenso verkehren, wie mit der bisherigen: Das ist das, was wir gefunden haben; vielleicht findet der Congress Zweckmässiger^, das sind nicht Fragen, in denen wir irgend ein Entetement an den Tag legen, sondern da entscheiden Zweckmässigkeit und Bedürfnis. Es sind nun auf den Aufruf des engeren A.-C. eine Anzahl von Anträgen gekommen, unter denen ich einstweilen die Anregung des Herrn Dr. Tschlenow erwähne. Er wünscht, dass der Congress nicht wie bisher alle Jahre, sondern nur in jedem zweiten Jahre abgehalten werden soll, und dass in den congresslosen Jahren eine Conferenz einberufen werde, an welcher die von ihm dann rioch zu bezeichnenden Functionäre und Vertrauensmänner der Bewegung theilnehmen sollen. Selbstverständlich schliesst diese Bestimmung nicht aus, dass beim Eintritte irgend einer grossen Entscheidung der Congress sofort •einberufen werde. Das zu vertreten werde ich dann Herrn Dr. Tschlenow überlassen. Indem ich nun diese vorläufigenBemerkungen zusammenfasse, will ich Ihnen nur sagen, wie sich mir das Bild unserer künftigen Organisation darstellt. Ich denke mir diese Organisation als eine doppelte. Die eine, die allgemeine, auf dem Schekel be ruhend, zum Congresse führend, ist diejenige, welche zur Wahl des grossen A.-C. und zur Führung der Geschäfte des gesammten Zionismus dient. Die andere ist in den einzelnen Ländern selbstverständlich—wie wir immer betont haben — nach Massgabe und nach den Möglichkeiten der bestehenden Gesetze einzurichten. Diese Landesorganisationen werden durch die hier gewählten Actions-Comite-Mitglieder mit der Gesammtbewegung zusammenhängen, und da wird es sich sehr empfehlen, wenn man alle möglichen Vereinfachungen einführt, denn unsere Bewegung wächst glücklicherweise, und wir müssen daran denken, dass wir mit den Kräften, die wir haben und die nicht sehr gross sind, auskommen. (Lebhafter, anhaltender Beifall und Händeklatschen).