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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 182

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 182 (sequence 182)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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182 wirtschaftlichen Kampf wurden auch im vorigen Jahre an die erste Stelle des Programm es gerückt. Wir müssen aber diesen Programmpunkt um ein Wesentliches erweitern. Unsere Hilfe darf nicht erst bei der Vorbereitung für den gewählten Beruf einsetzen, sondern wir müssen vor der Wahl des Berufes Besitz ergreifen von der Jugend, wir müssen die Berufswahl beeinflussen. Das wird wohl den springenden Punk in unserer ganzen ökonomischen Gegenwartsarbeit bilden. Seine Erfüllung denke ich mir keineswegs als auf einem Zwangswege erfolgend. Auf dem Gebiete der Jugenderziehung greifen die Fragen zur körperlichen und geistigen Hebung mit denen zur wirtschaftlichen ganz besonders eng ineinander. Auf dem galizischen Delegiertentage wurde das Wirken der Hirsch'schen Schulen sehr gelobt. Das Wort des R. Jochanan ben Sakkai: Lasst uns eine Schule gründen, wird zur ersten Losung auch in Beziehung auf die wirtschaftliche Frage. Nur dass wir uns angesichts unserer Mittel nicht in eine fieberhafte Gründerthätigkeit stürzen werden; es gilt vielmehr zunächst, das Vorhandene kräftig zu benützen und zu unterstützen, den Geist unserer herrlichen Idee hineinzutragen in die Schulen und einzupflanzen in die Köpfe und Herzen der Zöglinge. Eine Jugend, welche in dem Regenerationsgedanken, in dem Bewusstsein der historischen Grösse unseres Volkes und seiner hohen Zukunftsbestimmung erzogen wird, lernt die werkthätige Culturarbeit als schönsten Lebenszweck betrachten und schätzen. Darum gilt es Fuss fassen in Gemeinden und Organisationen, denen die Schulen unterstehen. Das ist eine Aufgabe, die unsere Kraft nicht übersteigt. In Ländern, wo die öffentlichen Schulen, welche zu einer erwerblichen Thätigkeit vorbereiten, abgesperrt sind, werden wir vor der Mühe nicht zurückschrecken dürfen, selbst solche einzurichten. (Sehr richtig!) Die Beeinflussung der Berufswahl setzt aber nicht nur geeignete Schulen voraus, sondern sie ist auch abhängig von der Ueberwindung controverser Einflüsse seitens des Milieus, in welchem die Kinder aufwachsen und denen die Jugend nicht früh genug entzogen werden kann. Die Gründung, Protegierung und Ausgestaltung der Jugend-Bildungsanstalten muss deshalb fussen . auf dem Principe der frühzeitigen Erziehung zur Arbeit und der Ausschaltung hemmender Gegenströmungen seitens der gewohnten Umgebung. Die Ackerbauschule zu Ahlem baut sich auf diesen pädagogischen r.rundsä<zen auf. Sie ist eine Erziehungsanstalt für bedürftige Knaben unter 14 Jahren, deren Sinn schon früh für Bodencultur und Handwerk geweckt wird, dann schliesst sich an diese Unterstufe die Lehranstalt für Gärtnerei und Bodenbearbeitung an. Es werden in diese Anstalt deutsch sprechende Schüler auch aus dem Auslande aufgenommen. Wenn in unseren westlichen Ländern, wo wir aus

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