Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 169 (sequence 169)
- Language
- German, English, Hebrew
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169 von Exemplaren. Durch. Vermittlung von Vereinen können einzelne Subscribenten ihre Subscriptionen auch in Eaten einzahlen. Von dem Uebersclmsse soll die eine Hälfte zur Ausgestaltung des Verlages verwendet werden: daneben wird vornehmlich auch an die Herausgabe von wichtigen Büchern gedacht,, die ausserhalb der sonstigen Verlagswerke stehen; von diesen hebe ich. namentlich die so oft postulierten, von allen bestehenden Verlagen abgelehnten Lehrbücher für die palästinensische Schuljugend hervor. lieber die andere Hälfte soll der jeweilige Zionistencongress in einem dem Unternehmen entsprechenden Sinne entscheiden. Um das baldige Zustandekommen des Verlages zu ermöglichen, werden Garantiefonds-Scheine zu 100 Mark ausgegeben, die aus 50% der einlaufenden Subscriptionsbeträge zurückbezahlt werden. Ich richte nun zunächst an die Congressmitglieder und Gäste die Bitte, für den Garantiefonds zu zeichnen, zu subscribieren und in ihren Bekanntenkreisen für Zeichnungen und Subscriptionen zu agitieren. Ich unterbreite ferner dem Congresse nachstehenden Antrag: Der fünfte Zionistencongress besehliesst: - 1. Für den Garantiefonds "des Jüdischen Verlages die aus 50% der bei demselben einlaufenden Subscriptionsbeträge rückzahlbare Summe von 2000 "Mark zu zeichnen. 2. Das Actions-Comite zu beauftragen, bis Mitte Februar 1902 an sämmtliche Vereine, Ortsgruppen und Vertrauensmänner Prospecte des Jüdischen Verlages mit der Aufforderung zuzusenden, demselben beizutreten und ihn in jeder Weise aufs wärmste zu unterstützen. Verehrte Congressmitglieder! Wir verlangen keine Subvention von Ihnen, sondern nur ein Darlehen,, das uns den schleunigen Beginn unserer Arbeit ermöglichen soll. Und wir verlangen thatkräftige moralische Unterstützung.. Seien Sie dessen eingedenk, dass hier ein positives Cid cur werk der Erfüllung harrt. Von Ihrer Entscheidung hängt es ab, ob die jüdische Kunst, die in so kurzer Zeit so wundervoll, so glückverheißend aufgeblüht ist, nun wie ein verkanntes und vernachlässigtes Stiefkind in einer Ecke dahinwelken soll, oder ob die Thore weit aufgemacht: werden, dass sie einziehe in ihr eigenes Keich, die junge holde Königstochter und sitze auf ihrem Throne und allen, die ihr Angesicht schauen, Sonne und Segen schenke.