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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 72

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 72 (sequence 72)
Language
German, English, Hebrew
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72 JSTun erlauben Sie mir gütigst, mit allem Nachdruck zu constatieren, dass ich im Gegensätze zu jenen Behauptungen nach jeder Eichtling hin der Bank volles-Vertrauen schenke und. ihr die schönste Zukunft voraussage. (Beifall.) Wenn ich hei früheren Congressen weniger auf diesen Gegenstand eingieng, lag der Grund einfach darin, dass es mir gar nicht zukam, darauf einzugehen. Ich hatte damals andere sehr wichtige Angelegenheiten zu bearbeiten, insbesondere war es unsere Organisation, welche meine Zeit und Fürsorge in Anspruch nahm. Sie Aver den mir wohl zugeben, dass es selbstredend für die Eedner zur Unmöglichkeit wird, in einer kurzen Ansprache alle Punkte, die mit unserer Bewegung in Verbindung stehen, in Discussion zu nehmen: Was jedoch den berührten Grund anlangt, es sei auffallend, dass mein Xame nicht auf dem Prospect der Bank vorkommt, wollen Sie gütigst folgende ThatSachen zur geneigten Kenntnis nehmen: Ich wurde allerdings gefragt, ob es mir erwünscht sei, dass mein Name auf dem Circular stehe. Es ist vollkommen richtig, ich versichere Sie, und es hat mich tief gerührt und mit grosser Genugthuung beseelt, dass man mir diese Auszeichnung zudachte. "Nach voller Orientierung über die Sachlage und nachdem ich mich mit den Umständen der Bank völlig vertraut gemacht hatte, wobei ich erkannte, dass die Bank einen grossen und edlen Zweck verfolgt und dass sie — was ich über alles stellte — durch und durch auf einer praktischen Basis stand, hatte ich mich entschlossen, die mir angebotene grosse Ehre anzunehmen und mich mit der Bank zu identifieieren. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen. ) Es war sozusagen erst in der zwölften Stunde, dass ich meinen Entsehluss änderte, aber nicht etwa, weil ich an der Stabilität des Bankunternehmens irgendwelchen Zweifel hatte, nein, gewiss nicht, sondern einfach deshalb, weil ich selbst kein Geschäftsmann bin und weil ich niemals in meinem Leben in irgendwelcher Beziehung zu Banken und derlei Instituten stand. Ich fühlte sofort, dass die wahren und wichtigsten Interessen der Jüdischen Colonialbank von Leuten mit praktischen Kenntnissen in finanziellen Fragen besser gewahrt werden, al& es gerade zu jener Zeit von mir zu erwarten war. So muss ich Sie denn bitten, unseren Prospect einmal genau anzusehen. Da werden Sie finden, dass er mit den Namen von lauter guten und praktischen Geschäftsleuten prangt, dass die Namen von Personen genannt sind, deren Ehre und Kechtschaffenheit überall gepriesen werden. (Beifall.) Das sind Thatsaehen, welche uns wohl ganz und voll befriedigen werden, denn sie bilden für uns die ausgelei-tetc Gewährleisten«-, <i;.ss die ^en-i.u\- i juik nach ort Regeln der Klugheit und in vollkommen geschäftlicher Ordnung geleitet ist, und dass dem Grundsatze der eommerziellen Ehrlichkeit und des offenen, unversehleierten Verkehrs die höchste Achtung zukommen muss, ein. Ziel, von allen wohlmeinenden Juden aufs Innigste zu wünschen.

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