Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 67)
- Language
- German, English, Hebrew
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als Aiifsichtsrath bei der Colonialbank zu thun hat, ist „"NTein"*' zu sagen, wenn irgend etwas geschehen soll, was mir dem Zweck der Institution in Widerspruch ist. Sie können uns nun fragen, ob wir immer rechtzeitig Xein gesagt: haben für den Fall, als Sie finden, dass etwas geschehen sei, wozu Xein zu sagen gewesen wäre. TV!»er unsere Thätigkeit als Aufsichtsrath haben wir also gegenwärtig gar keine Gelegenheit, irgend etwas zu sagen, ausser dem, dass wir uns überzeugt haben, dass die Bank ordentlich verwaltet wird, dass wir eontrolieren, dass das Geld, welches die Bank hat; in ersten Sicherheiten angelegt wird, und dass wir nicht nur pro forma ein Aufsichtsrath sind, sondern uns einen beständigen Einblick — selbst auf die Gefahr hin, manchmal in kleine Contiicte zu kommen — in die Gebarung sichern. Das ist das, was ich über die Thätigkeit des A.-C. als Aufsiehtsrath zu sagen habe. Endlich hat Herr Wortsmarm über die Anstellung des A.-C. gesprochen. Wie Sie wissen, ist dieser Antrag, der gewiss principiell richtig ist, bereits auf einem früheren Congress vorgebracht worden, der Antrag nämlich, dass mau das A.-C. besolden soll. Den Standpunkt aber, den das A.-C. damals eingenommen hat , nimmt es sei Unverständlich auch heute ein. Wir glauben nicht, dass es mit der Function eines A.-C.-Mitgliedes in unserer zionistischen Bewegung verträglich ist, eine Besoldung anzunehmen. (Beifall.) Wir glauben nicht, dass es damit verträglich ist, wie unsere Bewegung sich gestaltet, und lassen Sie ihr diesen Charakter möglichst lange. Ks wird hoffentlich eine Zeit kommen — ich sage: Es wird hoffentlich eine Zeit kommen — in welcher Ihr A.-C, oder wie Sie es dann nennen werden, eine Besoldung vom Congress sich wird geben lassen (lebhafter Beifall und Händeklatschen), und ich werde mich sehr freuen, wenn dieser Moment eintritt, aber ebenso gewiss kann ich Ihnen sagen, dass ich dann nicht mehr im A.-C. sein werde. Während also das A.-C. mit Dank, aber ebenfalls aus. principiellen Gründen, diese Anregung einer Besoldung ablehnt und ich Herrn Wortsmann bitte, seinen Antrag zurückzuziehen, der ja nach dieser Erklärung, wie ich glaube, gar keine Aussicht hat, vom Congresse angenommen zu werden, bin ich auf der anderen Seite sehr geldgierig für das A.-C. und bitte Sie dringendst, ihm recht viel. Geld zur Verfügung zu stellen, allerdings für die Zwecke, die Sie seihst bestimmen, im Wege der einzelnen Landsmannschaften und im grossen A.-C, und wobei Ihnen über die erfolgte Verwendung Bericht erstattet wird, nämlich für die Stärkung und den Ausbau unserer Bewegung. End mit diesem sehr sachlichen Wunsche möchte ich schliessen.: Schicken Sie dem Actionscomite immer mehr Geld, damit es immer mehr für die Sache thun kann und damit die Bewegung sich immer stärker entfalte, und schicken Sie es zu dem Zwecke, nicht, dass es erspart werde, wie hei. anderen Zwecken, für die wir ebenfalls Ihre Aufmerksamkeit anrufen werden, nicht, damit es gesammelt werde, sondern damit es zur Befruchtung des Bodens, den wir zu bearbeiten