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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1901-01-01 · 5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901 · p. Seite 30

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
5 (1901) Basel, 26. bis 30. Dezember 1901
Date
1901-01-01
Page
Seite 30 (sequence 30)
Language
German, English, Hebrew
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30 haben ist und es wünschenswert erscheine, den Vortrag des Herrn Dr. Nordau, der von grosser Wichtigkeit ist, in Anwesenheit eines grossen Publicums anzuhören. Er meint weiters. dass man nicht die theoretischen Fragen, die zu sehr verwickelten Discussionen führen können., in den Vordergrund stellen soll, weil sie doch bloss zu Resolutionen und nicht zu wichtigen Beschlüssen führen können. Die praktischen Fragen, die von der allergrössten Wichtigkeit" sind, sollen in den Vordergrund gestellt werden: die Bank, die Organisation. und dann heute in der Nachtsitzung der Vortrag' des Herr Dr. Nordau. . ♦ Präsident Dr. Merzt: Das ist doch ein Widerspruch! (Rufe: „Schluß der Debatte!*') Es wird Sehluss der Debatte beantragt. Ich ersuche diejeuigen, welche für Sehluss der Debatte sind, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Fach einer Pause) : Sehluss der Debatte ist angenommen: die eingezeichneten Redner erhalten noch das Wort. Del. Dr. Bychoicski: Ich unterstütze den Antrag Ussischkin und wünsche ferner, dass die Frage des Nationalfonds vor den übrigen Fragen zur Besprechung komme. Del. Dr. Pazmanih: Ich weiss nicht, ob die Commission schon fertig ist, um uns den Vortrag über die Colonialbank zu erstatten; so viel ich gehört habe, sollen von verschiedenen Seiten Veränderungen vorgeschlagen werden. Diese Veränderungen müssen ja zunächst in einer Commission gründlichst besprochen werden. Obwohl ich mit Herrn Ussischkin vollständig einverstanden bin. möchte ich doch die praktische Möglichkeit sehen, wie wir es machen' sollen, uns morgen schon mit der Colonialbank zu beschäftigen. Principiell aber möchte ich alle Fragen der Hebung auf den letzten Tag verschieben. Del. Goldberg: Ich scTTüesse mich dem Antrag Ussischkin an. Del. Martin Buber: Diese Frage der Tagesordnung scheint eine äusserliche zu sein, trotzdem glaube ich, ihr eine gewisse Bedeutung beimessen;u können und glaube nicht, dass wir ohne Aveiteres über sie hinweggehen sollten. Es handelt sieh darum: 1. Heute abend eine wichtige, praktische Frage, die Frage der Colonialbank und der palästinensischen Golonisation, und 2. als nächsten Punkt der Tagesordnung die Fragen der geistigen, körperlichen und wirthschaftliche Hebung zu besprechen, die nicht, wie Herr Ussischkin meint, theoretische Fragen sind, sondern solche von eminent praktischer Bedeutung (Lebhafter Beifall), und bei deren Besprechung Ihnen die Referenten, in deren Namen ich hier wohl sprechen kann, eminent praktische Anträge vorlegen, welche Entwicklung der aufstrebenden jüdischen Cultur. der jüdischen Wissenschaft, der jüdischen Kunst einleiten, welche eine Progaganda in grossem Stil* eröffnen sollen. Ich glaube nicht, dass diese Referate und Anträge auf das Ende des Congresses verschoben werden sollten. Des weiteren glaube ich nicht, dass Ussischkin recht hat, wenn er hier die Saalfrage aufrollt, im Gegen theil, die Saal frage spricht dagegen, dass die Organisationsfrage vor den Fragen der Hebung erörtert werde; denn die Organisationsfrage ist eine innere, eine Parteifrage, während die Erörterung der Fragen der Hebung in die Welt hinausgehen und verkünden soll, was heute im jüdischen Volke unter der Patronanz des Zionismus geschaffen wird. (Lebhafter Beifall.) Ich spreche hier sozusagen pro domo. Ich spreche

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