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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 256

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 256 (sequence 256)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 250 — nicht weniger als GOO.OOO Mann, war ja von Juden vollzogen. Die von Aegypten ausgehende Colonisation Palästinas durch die Juden mit ihrer coionial-teehniseh interessanten und social-ökonomiseh wichtigen Lösung der agrarischen Frage ist von welthistorischer Tragweite, von eminent social-ökonomischem und kulturellen Wert. Unter jüdi>chen Händen ist ja Palästina ein blühendes Land geworden. Jetzt steht es verödet, versumpft, entwässert, entwaldet da. Schwach bevölkert, capitalarm, ohne Industrie und tüchtigen Mittelstand, birgt es grosse Naturschätze, die erst gehoben werden müssen. Bei fleissiger Arbeit und ausreichenden Verkehrsmitteln könnte das Land mehr als europäische Länder blühen, welche von der Natur weit weniger reich bedacht sind. Für die Erschliessung der im Orient brachliegenden Gebiete sind kräftige, zukunftsreiche, leistungsfähige Elemente nothwendig. Diese Elemente enthält das nach Leben und Arbeit lechzende jüdische Volk in Hülle und Fülle. (Lebhafter Beifall.) Auch hat der berühmte Colonialpolitiker Ludwig XIII. und sein grosser Minister Richelieu mit den jüdischen Ansiedlern in den französischen Coionien keine schlechte Erfahrungen gemacht. Sie gestatteten ihnen, was mit den Hugenotten nicht der Fall war, den freien Handel in den (Kolonien und die Juden haben nicht wenig zum Aufschwünge derselben beigetragen. Auch unsere neuen Colonisations-Versuche stellen sich jedem objektiven Beurtheiler, der nicht ausseracht lässt, dass eine städtische Bevölkerung unter den obwaltenden jüdischen Verhältnissen dem Ackerbauleben zugeführt worden ist, in einem günstigen Lichte dar. In den Consularberichten wird die jüdische Arbeit in den palästinensischen Absiedlungen hochgepriesen. Für uns handelt es sich ja um eine B e c o 1 o n i s a 11 o n Palästinas. Es ist kein Uebermuth, wenn wir sagen, dass das westliche Asien gerade die jüdische Hand zur Hebung seiner Naturschätze und zu seiner culturelien Erschliessung brauche. Der bekannte Orientalist Professor S p r e n g e r, em ausgezeichneter Kenner des Landes, der soviel um die deutsche Besiedlung Kleinasiens sich verdient gemacht hat, musste in seinem Werke über ßabylonien (18S(>) gestehen, dass die kaukasische Basse den üblen Einflüssen des Klimas gegenüber nicht die Widerstandsfälligkeit, wie dir» Semiten und Neger besitzt. Zwar spricht der Professor Sprenger den Semiten die Veredelungsfähigkeit ab. Dessenungeachtet berechtigt uns seine Behauptung den Schluss zu folgern, dass den Semiten die Aufgabe zutällt, die Wiedergeburt dieses Landes in Angriff zu nehmen. Diese Erkenntniss wird sich bei den europäischen Völkern Bahn brechen müssen. Ist ja diese gewaltige Vergrösserung des Culturkreises eine für alle im Orient interessierte Machtfactoren gemeinsame Errungenschaft. Selbstverständlich ist darunter die Türkei selbst gedacht, die doch in allererster Linie grosse Vortheile von der

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