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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 250

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 250 (sequence 250)
Language
German, English, Hebrew
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— ^r,o — Del. Dr. Rosenbaum : (Zur Geschäftsordnung) Ich möchte den Herrn Präsidenton bitten, die Mitglieder des soeben gewählten Ausschusses aufzufordern, noch hier eine Sitzung abzuhalten, damit wir uns wenigstens constituieren und darüber Beschluss lassen können, auf welche Weise wir arbeiten werden. Vors. Dr. Herzl: Ich würde Ihnen da empfehlen, vielleicht den Ausschuss selbst einzuberufen, und zwar für die Zeit von sechs Uhr an, weil wir um diese Zeit schliessen werden. Del. Dr. Jasinowsky: Ueber die physische Hebung des jüdischen Volkes ist weder debattiert, noch ein Beschluss gefasst worden. Ich glaube, es wäre ein solches Werk wohl der allergrössten Beachtung wert. Vors. Dr. Herzl: Das gehört zum Referate des Herrn Professor M a n «1 e 1 s t a m ni. In dieser Beziehung ist die Drucklegung und Verbreitung dieses Heferates beschlossen worden, und das ist, glaube ich, zunächst das. was wir thun können. Del. Dr. Jasinowsky : Es ist nur die Veröffentlichung des Referates beschlossen worden. Darüber aber, was wir zu thun haben, wurde nicht debattiert. Ueber alle arideren Fragen ist alles Mögliche gesprochen worden, und ich glaube, dass gerade diese Frage die jüdischen Zionisten und die Juden überhaupt sehr interessiert. Vors. Dr. Herzl: Stellen Sie also einen bestimmten Antrag, Herr Rechtsanwalt? Del. Dr. Jasinowsky: Nein, ich mache nur darauf aufmerksam. Del. Katzenelsohn : Ich möchte den Antrag stellen, dass die Commission. welche wir soeben gewählt haben, nicht eine rein wirtschaftliche,, sondern eine wirtschaftlich-hygienische Commission sein solle, und dass in dieselbe auch einige Aerzte gewählt werden sollen. Vors. Dr. Herzl: Das halte ich für unpraktisch; da ist es besser, wir ernennen eine eigene Commission von Aerzten. Del. Scheinkin (macht Ausführungen in russischer Sprache). Del. Dr. Mandelstamm: Herr Scheinkin meint, dass ich in meinem Referate genug Anträge gestellt habe, und bittet, dass diese Anträge vom Congresse acceptiert werden. Vors. Dr. Herzl: Das Referat des Herrn Professor Mandels t a m m enthält eine Anzahl concreter Vorschläge. Dadurch, dass wir dieses Referat verbreiten, geben wir zugleich unseren Vereinen — und das sind die einzigen, auf die wir wirken können — die Anregung, diese Anträge in die Wirklichkeit zu versetzen, das ist eine Bess» rng der Schulen, der Gesundheitsverhältnisse, die Gründung jüdischer Turnvereine, jüdischer Feuerwehren u. s. w.. kurz alles, was sich auf körperliche Ausbildung bezieht, zu veranlassen. Etwas anderes können wir nicht thun. (Mehrere Delegierte melden sich zur Geschäftsordnung zum Worte.) Vors. Dr. Herzl: Ich bitte, meine Herren, treiben Sie keinen Missbrauch mit der Geschäftsordnung. Del. Rosenttial: Ich wollte beantragen, dass eine Special-Commission von Fachleuten gewählt werde, die sich mit diesen Anträgen beschäftigen soll. Vors. Dr. Herzl: Das kann man thun. Es wird der Permanenz- Ausschuss, den ich davon zu verständigen bitte, uns zum Schlüsse auch eine Commission von Aerzten nennen, welche diese Frage studieren werden. Del. Rosenthal: Ich bitte, das aber als Resolution des Congresses zu betrachten. Wenn der Permanenz-Ausschuss uns die Liste vorlegen wird, werden die Herren darüber entscheiden. Del. Weinmann : Ich bitte nur zur Geschäftsordnung ums Wort.

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