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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 214

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 214 (sequence 214)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— -211 — Morgen bei Beginn der Sitzung kann aber nur in der Tagesordnung fortgefahren werden, d. h. morgen früh werden beute Generalredner. seien sie nun durch Wahl bestellt oder durch das Los bestimmt, zum Wolle gelangen. Diejenigen Herren, die keine Cultur haben wollen, werden ihren Willen durch ihre Abstimmung äussern. Inzwischen werden Sie einen gesunden Schlaf gethan haben und hoffentlich neu gestärkt hierherkommen und dann ihren Willen durchsetzen. Del. Rosenbaum: Wir haben morgen ausser dem »vorliegenden noch andere sehr wichtige Referate bezüglich der ökonomischen Hebung unseres Volkes, bezüglich der Bank, bezüglich der Bankstatuten u. s. \v. zu verhandeln, an welche sich wichtige Debatten knüpfen können. Ich glaube daher, dass die zwei Generalredner noch heute sprechen sollten und morgen früh nur mehr die Abstimmung über diese Frag»» stattlinden sollte, da sonst die obgenannten Debatten verkümmert werden müssten. Vors. Dr. Nordau : Ein Beschluss darüber, dass die Generalredner noch heute gehört werden, ist nicht gefasst worden, über die Schliessung d^r Sitzung hat einzig das Präsidium zu bestimmen, es kann also dieser Antrag als unzulässig erklärt werden. Del. Auerbach: Ich möchte mir die Frage an das Präsidium erlauben, ob es gestattet ist, einen Generalredner zu wählen, der nicht in der Rednerliste verzeichnet ist. Wir möchten dies deshalb, weil keiner von jenen eingetragen ist, die eine entgegengesetzte Meinung vertreten. Vors. Dr. Noniau : Das entspricht keinem parlamentarischen Herkommen. Eine solche Neuerung will ich nicht einführen, ich würde die Verantwortung nicht übernehmen. Del. Auerbach : Dann haben wir zwei (ieneralredner von ein und derselben Richtung und die Gegenpartei kommt nicht zum Worte. Vors. Dr. Nordau: Deshalb ist es meine Absicht, die Sitzung jetzt zu schliessen, damit die Herren Gelegenheit haben, über Nacht die Sache zu beschlafen und nach gehörigem Nachdenken morgen früh mit klaren Köpfen und hoffentlich ruhigeren Gemüthern die Sache klarzulegen. Nun habe ich ihnen zwei Mittheilungen zu machen: Erstens: Die Sitzung wird morgen mit äusserster Pünktlichkeit um 10 Uhr eröffnet. Die binden Generalreden, die Abstimmung u. s. w. brauchen nicht nothwendig mehr als eine halbe Stunde in Anspruch zu nehmen. Wenn Sie also pünktlich sind, so werden wir um ]/2\ \ Uhr an die Erledigung der weiteren Programmpunkte gehen können. Die zweite Mittheilung ist schmerzlicner Art. Wir alle haben uns darauf gefreut, nach gethaner mühseliger Arbeit morgen abends beim (ilase Wein noch vergnügt eine Stunde zusammen zu sein. Auf diese Freude, fürchte ich, werden wir verzichten müssen. Die ,,E. Z. F." hat das tiefe Bedauern, Ihnen mitzutheilen, dass aus materiellen Gründen von der Abhaltung des Banketts, wozu Sie als Gäste geladen waren, abgesehen werden muss. Als Locale für dieses Bankett war diese Halle in Aussicht genommen. Der Restaurateur, der mit der materiellen Durchführung der Angelegenheit betraut war, erklärt, dass er mindestens zwei Stunden braucht, um den Saal aus einem Berathungssaal in eine Halle für ein fröhliches Gelage umzuwandeln. Es ist nicht vorauszusehen, dass wir morgen <> Uhr fertig sein werden. Wir müssen uns die Möglichkeit offen halten, vielleicht bis S, <» Uhr zu tagen, denn schliesslich sind wir nicht hergekommen, um zu bankettieren. sondern um zu arbeiten. (Beifall.) .Unter diesen Umständen sieht sich die Federation zu ihrem tiefen Bedauern genöthigt, von der Veranstaltung des Banketts, die

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