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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 189

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 189 (sequence 189)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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—- IS!) — Del. Dr. Gaster (mit stürmischem Beifall und Händeklatschen begrüsst): Meine Herren und Damen! Ich komme eigentlich, um über die geistige Hebung oder über das geistige Element im Zionismus zu sprechen, und ich werde Sie bitten, mir auf kurze Zeit Ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Ereignisse, die aufeinander folgen, bilden eine Kette, die, wenn sie niedergeschrieben wird, die Geschichte der Zeit darstellt» und wenn solche Beschreibungen sich häufen, dann haben wir die Geschichte, nicht einer kurzen Periode, sondern eines grossen Zeitraumes, und wenn auch die Geschichte anderer Völker hinzukommt, haben wir einen weiten Ueberblick über die geschichtliche Entwicklung, über die Einzelheiten in ihrer Entfaltung, wie sie sich darstellen im Leben jedes einzelnen Volkes und derGesammtheit. Aber über diese Darstellung erhebt sich die Discipiin, die wir die Philosophie der Geschichte nennen, d. 1). aus dem allgemeinen Treiben und aus den Einzelheiten, die hier dargestellt werden, heben wir die leitenden Punkte hervor, um uns Rechenschaft darüber zu geben; nicht was in dieser oder jener Zeit geleistet worden ist, nicht was dieses oder jenes Volk hervorgebracht — wir suchen die pragmatischen Gründe, wir suchen nach den letzten Ursachen, und zu gleicher Zeit fragen wir : Was ergibt sich für die Geschichte der menschlichen Vollkommenheit, was lernen wir aus dem individuellen Treiben der verschiedenen Menschen, wie erhebt sich darüber das Allgemeine, wie lernen wir die Vorsehung in der Geschichte der Menschheit kennen? Wir lernen z. ß., dass wir häufig glauben zu schieben, und es stellt sich nachher heraus, dass wir geschoben werden. Wir thun manches entweder aus Begeisterung oder aus Ehrgeiz oder aus einem anderen erhabenen oder niedrigen Triebe, und wir glauben, uns selbst Satisfaction zu schaffen. Aber nachher stellt sich heraus, dass wir als Werkzeug gedient haben für ganz andere höhere Zwecke, als diejenigen, die wir im Auge hatten. Um ein Beispiel aus der Geschichte zu citieren: Der Zug Alexanders des Grossen hat nachher die Makkabäer hervorgerufen. Natürlich Alexander konnte das nicht vorhersehen; aber weit über die Geschicke des menschlichen Thuns erhebt sich das Walten, welches wir erst nachher in den Resultaten erkennen. Um nun von der allgemeinen Geschichte zu dem Gapitel aus unserer Geschichte hinüber zu gehen, welches sich vor unseren Augen heute und in den letzten Jahren abspielt, werde ich versuchen, die Philosophie des Zionismus, wie er sich uns darstellt, so kurz als möglich nach meiner .Auffassung ins Auge zu fassen. Was ergibt sich uns bei genauer Betrachtung aus dem Treiben,

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