Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 188 (sequence 188)
- Language
- German, English, Hebrew
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schliesst der Congross, dass die künftigen Wahlen nicht durch den Delegiertentag der Föderationen, sondern durch die einzelnen zionistischen Voreine an Ort und Stelle, wo sie existieren, unter der Controle der Föderationen erfolgen.* Die Permancnz-Gonimission hält es nicht für nothwendig, ein Wort zur Erklärung dieses Antrages weiter hinzuzufügen, und empfiehlt dem Gongresse dringend, ohne weitere Discussion über diese Resolution abzustimmen. Präs. Dr. Herz!: Ich mache aufmerksam, dass die Discussion bereits abgeschlossen ist. Hier liegt aber ein Vermittlungsantrag vor, welcher allen Bedenken, namentlich der Herren aus Amerika, Rechnung trägt, und ich will denselben nochmals vorlesen, bemerke aber, dass die Permanenz-Commission diesen Antrag zurückzuziehen erklärt, wenn derselbe Gegenstand einer Debatte werden wollte. Der Permanenz-Aussehuss empfiehlt den Landsmannschaften folgende Resolution, die im Einklänge mit unserem Statute steht, welches bisher nicht abgeändert wurde: (Wiederholt dieselbe.) Del. Cowen : Ich verlange die Debatte. Del. Dr. Botlenheimer: Für den Fall, als über diese Resolution der Permanenz-Commission, in der ja sämmtliche Landsmannschaften vertreten sind, eine Debatte eröffnet würde, bin ich von derselben bevollmächtigt, zu erklären, dass ich gezwungen bin. diese Resolution zurückzuziehen. Del. Cowen: Die Sachlage ist in Amerika, Ganada und England verschieden von anderen Ländern. Die Resolution, die von uns vorgeschlagen wurde, ist absolut nothwendig. die von Dr. B o d e n h e i m e r vorgelesene Resolution können wir nicht annehmen. Präs. Dr. Herzl : Dann habe ich einen zweiten Antrag. Nachdem im Organisations-Statute klar gesagt ist, dass die Vereine vom Landes-Comite bestätigt sein müssen, beantrage ich. über den Antrag Gott heil nicht abzustimmen, sondern zur Tagesordnung überzugehen. (Beifall.) Denn wir haben ja ein Organisations-Statut, welches vorläufig nicht abrogiert ist, nach welchem wir uns also zu richten haben. Sollte aber eine Aemlerung beantragt werden, so kann diese nicht in fünf Minuten improvisiert werden. Der weitestgehende Antrag ist der auf L'eb^rgang zur Tagesordnung. Diejenigen, die dafür sind, die Anträge Gott heil und de Sola zurückzulegen und zur Tagesordnung überzugehen, bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Wir gehen nun zur T a g e s o r d n u n g über. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wir haben in unserer Tagesordnung einen sehr wichtigen Punkt, der zu kurz kommen wird, wenn die übrigen Punkte so weitschweifig behandelt werden, und ich übergebe die Verantwortung dafür denjenigen Rednern, welche in zu ausgedehntem Masse von der Tribüne Gebrauch machen. Es handelt sich um die Frage der wirtschaftlichen Hebung des jüdischen Volkes. Wenn Sie wollen, dass von diesem Congresse aus wenigstens Anregungen gegeben werden, wie wir uns im kommenden Jahre verhalten müssen als allgemeine Organisation, um dem wirtschaftlichen Nothstande wenigstens einigermassen entgegenzuarbeiten, so bitte ich Sie, müssige Discussionen von jetzt ab zu unterlassen, denn unsere Zeit ist gemessen, und es wird sehr bald der Moment kommen, wo; wir diesen Saal verlassen müssen. Ich gebe jetzt das Wort Herrn Dr. Gaster.