Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 186 (sequence 186)
- Language
- German, English, Hebrew
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gethan habe, abermals hervorheben, dieser Shilling wird einzig um? allein für die Propaganda verwendet. All»? anderen Kosten, welche die Föderation gehabt hat und hat, wurden, aus den eigenen Taschen der Mitglieder der Föderation bestritten. So haben wir in England gearbeitet. (Widerspruch.) Entschuldigen Sie. wir haben die Propaganda bisher von dem einen Scheitel bestritten, alle anderen Ausgaben sind nicht aus dem Fonds bestritten worden, der von den verschiedenen Vereinen der Föderation beigesteuert wird, sondern aus den Taschen der Mitglieder der Föderation. Darauf beruht die ganze Sache. Jedoch, ••>s steht dem Congresse frei, zu urtheilen, wie er will. Jedoch muss ich Ihnen den Eindruck beibringen, dass es nirgends in der Welt eine Organisation gibt, welche so stricte demokratisch eingerichtet ist und so stricte demokratisch durchgeführt wird, wie die englische Föderation. Thatsache ist. dass ich nicht einmal mehr der Executive angehöre. Nach drei Monaten haben die Freunde, welche sich uns von verschiedenen Classen der Gesellschaft angeschlossen haben, die Leitung übeVnommen und sitzen jetzt in der Leitung der Föderation. Ich glaube Ihnen damit einen Beweis geliefert zu haben, wie die Federation für Ordnung und Organisation eintritt und welche wirklich grosse zionistische Arbeit sie geleistet. (Lebhafter Beifall.) (Mehrere Delegierte melden sich zur Geschäftsordnung zum Worte.) Vors. Dr. Herzl: ich kann jetzt niemandem mehr zur Geschäftsordnung das Wort geben. Wir müssen die Debatte schliessen. Sie werden dann dem Präsidenten den grössten Vorwurf machen, wenn wir nicht zu anderen Dingen kommen werden. Del. Dr. Friedemann: Im Namen der deutschen Landsmannschaft beantrage ich, die Debatte über diese Sache zu schliessen. Der Congress wird in einer Weise über diese Angelegenheit informiert, die es unmöglich macht, sich ein Urtheil zu bilden. Wir hören Viertelstunde nach Viertelstunde diese Reden an, ohne zu einem Urtheil kommen zu können. Vors. Dr. Herzl: Ich bitte, Sie stellen also den Antrag aufSchluss der Debatte. Del. Dr. Friedemann: Jawohl. Wenn die Morien etwas wollen, so sollen sie sich ans Actions-Comite wenden und dieses möge dann das ■Geeignete veranlassen. Aber dass wir uns hier stundenlang mit diesen Angelegenheiten befassen, ist weder gut noch sachlich. Vors. Dr. Herzl: Es ist ein Antrag auf Schluss der Debatte ohne Anhörung der eingezeichneten Redner gestellt worden. Vors. Dr. Herzl: Es wird die Frage gestellt, ob die Mitglieder der Vereinigungen verpflichtet sind, ausser dem Sehekel noch etwas anderes zu bezahlen. Diesbezüglinh mache ich Sie nur darauf aufmerksam, dass uns die innere Verfassung der Vereine hier gar nichts angeht. Wir haben es hier nur mit den Schekelzahlern zu thun und ich muss Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie sich von der Schwierigkeit, die wir hätten, wenn wir mit den einzelnen Vereinen verkehren müssten, einfach keine Vorstellung machen. Wir wären nicht in der Lage, die Organisation durchzuführen, wenn wir in jedem Lande eine ungemessene Zahl von \ ereinen hätten, mit denen wir correspondieren müssten» Das ist eine praktische Schwierigkeit, die sich mit den Jahren gezeigt hat. Auf irgendeine Weise, die ich dem Congresse und den Delegierten durchaus nicht vorschreiben will, müssen Sie sich zusammenfassen. Denn wenn jeder einzelne Verein mit dem Actions-Comite direct verkehrt, wird der ganze Schekel in Briefmarken bei jedem einzelnen Vereine aufgehen. (Beifall.) Ganz abgesehen davon, dass wir mit dem Secretariate, das wir jetzt haben, absolut nicht auskommen könnten