Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 145 (sequence 145)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 1 ir> - unmittebar durchführbar sein sollte, ihn dein nächsten Congrosse zu unterbreiten. Als weiteres Mittel der Propaganda wäre noch zu bezeichnen, ein „ Abc-Buch* oder Katechismus über den Zionismus, beziehungsweise eine volksthümliclie Zusammenstellung von Aeusserungen hervorragender Männer über den Zionismus, Biographien bedeutender Gesinnungsgenossen, eine Lisle sämmt lieber zionistisclier Vor-, eine und deren Vorstandsmitglieder, Angabe zionistischer Zeitschriften und Broschüren, Widerlegung der gewöhnlich gegen den Zionismus erhobenen Einwendungen und dergleichen. (Beifall.) »Seit einigen .Jahren wird durch die Initiative der zionistischen Vereinigung in Deutschland, ein Volkskalender in deutscher Sprache herausgegeben, dann erscheint ein zionistischer Volkskalender zu Lemberg im Jargon und kann die Verbreitung dieser Kalender zu Agitationszwecken unseren Gesinnungsgenossen nicht, warm genug ans Merz gelegt werden. Die Darstellung jüdischer Colonien in der Form lebender Bilder durch das Skioptikon mit erläuternden Vorträgen, wie das von Dr. Neu fehl vorgeschlagen wird, erscheint gleichfalls als ein wichtiges Agitationsnuttel, weil hierdurch ein lebhaftes Interesse au den Pionnieren unserer Bestrebungen auf dem Boden Palästinas erweckt wird und gleichzeitig die Existenz eines stattlichen Stammes jüdischer Bandarbeiter den leider noch so zahlreichen Skeptikern greifbar vor Augen geführt wird. Noch (»in Wort über die Agitation in den jüdischen Vereinen. Nach dem Programm sind wir verpllichtel, jüdische Vereine jeder Art, sei es zur Pflege der Coselligkeil, sei es zur Pflege der körperlichen oder geistigen Förderung im Sinne unserer Bestrebungen zu unterstützen. Wo solche Vereine bereif.s existieren und wo in denselben jüdische]- ({eist und jüdisches Leben gepflegt wird, erübrigt sich die Nougrümhmg, vielmehr mögen unsere Freunde sich zahlreich diesen Vereinen anschliesseu und in denselben denzionislisciien Cedanken propagieren. Wo sich eine Feindseligkeit gegen den Zionismus derart kundgibt, dass die freie Aeusserung einer zionistischen tJeborzeugung zurückgewiesen oder unterdrückt wird, da ist. es die Ptlichf unserer Gesinnungsgenossen, zur Gründung von Concurrenzvereinen zu schreiten, in welchen jeder Meinung üb: r jüdische Dinge durch Gewährung völliger Redefreiheit Ausdruck verliehen werden kann. Das Wicht igste ist die persönliche Agitation von Mund zu Mund. Da treten uns oft noch Einwendungen entgegen, die wir kurz streifen müssen: Der Zionismus liefere dem Antisemitismus neue Waffen gegen die Juden. Darauf möchte ich mit einer kleinen Umwandlung des bekannten Wortes eines grossen deutschen Staatsmannes nur erwidern: Der Appell an die Furcht findet kein Echo in jüdischen Merzen! 10