Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 125

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 125 (sequence 125)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
88% known words query
IRI
…/3476254-3476262--1197-3477333
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 1-25 — Pflichtigen lo1/'.//,,, auf i:>7:>:5S<); darunter waren 170° 'n mit chronischer Lungenentzündung behaftet — ein Percentsalz, der bedeutend den der Nichfjuden übertraf. Also: llaske Muskeln, sehlecht entwickelte Athnumgsorgane, schwaches Knochensysteins, geringe physische Krall, geringe Arbeitsleistung. Nur die Schädelknochen sind bei ihm stark entwickelt, und der Schädelunifang der Juden ist im Durchschnitte bedeutender, als der der nichtjüdischen Bevölkerung. Es ist also durchaus nicht übertrieben, wenn ich eingangs behauptet habe, dass die Juden aus Haut, Knochen und Gehirn zusammengesetzt sind, indem doch der Schädelumfang der Grösse des Gehirns entspricht. Wenn nun der Fremde durch die Gassen des Ghetto wandert, so wird es ihm gleich auffallen, dass er in dein hin- und herrennenden jüdischen Ameisenhaufen so selten einen robusten, gesunden Menschen erspähen kann, vielmehr Gestalten begegnet, die durch ihren mageren, abgezehrten Leib, ihre eingefallene Brust mit hochgezogenen Schultern, ihren langen, dünnen Hais, ihre Wangen, ihren unsteten, misstrauischen Sclavenblick, ihre gebeugte Körperhaltung — sich sofort als schwache]1, leistungsunfähiger Menschenschlag doeumentieren, die eben, durch das caudinische Joch der Entbehrungen und Erniedrigungen getrieben, zu dem geworden sind, was sie sind. In einer Paraphrasierung möchte der Beobachter dabei sagen: J)is-moi ee que tu manges, je te dirai ce que tu es/ Entsprechend ihrer labilen Körperbeschaffenheit, die ausschliesslich dem .Mangel an Licht. Luft und guter Kost, zuzuschreiben ist, sind die Ghettojuden auch allen möglichen Krankheiten zugänglich und unterworlen. Des grossen Percentsatzes von Brustkranken habe ich schon Erwähnung gelhan : ich muss nun noch hinzufügen, dass die Ghettojuden nicht minder häufig von Hautkrankheiten jeglicher Art befallen werden: von scrophulösen Hautausschlägen, von Eiterungsprocessen im Ohr — und als eclatanter Beleg für die Abhängigkeit einer I leihe von Krankheiten von Schmutz und Armut — von der Körnerkrankheit der Augen, dem Trachom, welches fast nirgends so grassiert wie innerhalb des Ghetto, und zwardeshalb, weil das Trachom ansteckend ist. Dieses Augenleiden nun befällt gar häulig ganze Familien und richtet unzählige Augen zugrunde. (Bewegung.) Als Folge einer Nahearbeit — bei schlechter Beleuchtung und noch schlechterer Körper- und Kopfhaltung — die äusserst häufige Kurzsichtigkeit mit ihren oft traurigen Folgen, Entzündungen der inneren Augenhäute, Netzhaut-Ablösungen, namentlich die ererbte Form der Myopie. Nicht minder traurig ist es um die weibliche Hälfte der jüdischen Bevölkerung bestellt. Von der Zahl der Frauenkrankheiten, die die jüdischen Weiber befallen, können die Frauenärzte recht viel berichten, deren Ambulatorien von solchen wimmeln.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.