Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 107)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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— 107 — thun, was Sie persönlich verletzt, mehr können Sie von uns nicht verlangen und solange Sie nicht positive Thatsachen haben, mit denen Sie nachweisen, dass in dieser Beziehung das religiöse Gefühl des jüdischen Volkes verletzt wurde, ist es überhaupt nicht nöthig. dass Sie diese Sache hier zur Sprache bringen. (Lebhafter Beifall.) Ich glaube den Wünschen der einzelnen Herren, die mich als Generalredner entsendet haben, entsprochen zu haben. Sollte ich nicht alle Wünsche, die mir gegenüber geäussert wurden, hier zum Ausdruck gebracht haben, so bitte ich um Verzeihung. Die Zeit war zu kurz. Ich möchte nicht, weil ich es im Vorjahre gethan habe, den formellen Antrag auf Ertbeilung des Vertrauensvotums stellen. Ich-werde dies auch nicht thun. Ich überlasse dies den Herren, die älter an Jahren und neuer in der Versammlung sind. Ich kann nur für meine Person und für Jene, welche mich hieher gesendet haben, versichern, dass ich mit den Leistungen des Actions-Comites, insoferne sie überhaupt möglich waren, vollkommen zufrieden bin. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Levy-Blackburne (zur tatsächlichen Berichtigung.) Tch muss zwei Berichtigungen vorbringen, da ich von verschiedenen der Herren missverstanden worden bin. Ich habe nur in meinem eigenen Namen und im Namen meiner Wähler gesprochen und nicht im Namen der englischen Zinnisten. zumal da von uns jeder seine eigenen Ansichten lud und i«'h iiiir niehi Miimitörien wurde, jemitmbMH meine Auslebtet» /u octroyieren. Auch in Bezug auf die Co Ionisation-Association bin ich missverstanden worden. Ich habe nicht gesagt, dass wir mit keiner Gesellschaft pactieren können, die nicht unsere Principien annimmt. Einige Herren haben mich missverstanden und haben behauptet, dass ich dafür bin, dass wir mit diesen Gesellschaften pactieren sollen. Ich habe mich zu diesen Berichtigungen veranlasst gesehen, um derartigen Widersprüchen, namentlich in der Presse, entgegenzutreten und um meinen Freunden in England, zu denen ich die besten Beziehungen habe, diese Erklärung zu geben. Dr. Herzl (mit stürmischem, immer wieder sich erneuerndem Heifall und Händeklatschen empfangen). Wir haben uns heuer wieder nicht über ein zu grosses Mass von Kritik zu beklagen und vielleicht ist das dem Umstände zuzuschreiben, dass wir im End erfolge und im Endresultate noch an Ihre Nachsicht appellieren müssen, während, wenn wir einmal so glücklich sein werden, Ihnen das fertige Werk vorzulegen, es vermuthlich an Kritik nicht fehlen wird. Nun glaube ich, zuerst mit 'dem Contraredner Herrn Doctor Bragin sprechen zu sollen. Ich glaube, es liegt bei ihm eine leichte Verwechslung zwischen Leistung und Erfolg vor. Nach der Ansicht des Actions-Comites sind wirdem Congresse nur über das Mass von Arbeit Rechenschaft zu legen schuldig, welches wir versucht und welches wir geleistet haben, nicht aber über die Wirkungen, die wir erzielt haben; diese Wirkungen entziehen sich, wie zumeist im Leben der Menschen, unserem eigenen Wollen; denn wenn jeder das hätte, was er will, so gäbe es viel weniger Unzufriedene. Nun ist die Frage, die wir beantworten müssen, glaube ich die, ob wir genug gearbeitet haben. Herr Dr. ßragin weiss offenbar nicht, was das Actions- Comite im Verlaufe eines Jahres zu thun hat. Glauben Sie nicht,