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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1900-01-01 · 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900 · p. Seite 17

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
Date
1900-01-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German, English, Hebrew
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~~ 17 - Ici . will nicht bei den abscheulichsten Zügen jüdischer Verworrenheit verweilen, auf die ich schon vorhin angespielt habe. Schani, Ekel, Empörung würden mich überwältigen, und es ist doch unbedingt nothwendig, dass wir kaltes Blut behalten. Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass die Elenden, die ihre vertriebenen rumänischen Bruder bei der Polizei denunciren und ausweisen lassen, wo ihr Einlluss dies bewirken kann, eine kleine Minderheit sind, und ich will meine Augen lieber tröstlicheren Anblicken zuwenden. An gutem Willen fehlt es thatsächlich nicht. Man will den rumänischen 'Opfern helfen, Woran es fehlt, das ist eine Organisalinn, die die zerstreuten Kräfte sammeln und einheitlich zu einem bestimmten Ziele verwenden würde. Ohne Organisation, ohne Zusammenfassung, ohne Einheitlichkeit in der Verwendung dieser zerstreuten Kräfte, sind diese aber wertlos, und bei allen Einzelanstrengungen kommt im ganzen so gut wie nichts heraus. Auch an Geld fehlt es nicht. Viele Juden haben dem alten Hufe jüdischer Wohlthätigkeit wieder Ehre gemacht. Die armen Juden geben über ihre Kräfte. Die wohlhabenden Juden geben nach Kräften. »Selbst viele millinnenreiche Juden haben ihre Hand nicht vollständig verschlossen. Wohl spenden einzelne bereitwilliger Kranken für die Vergnügungsreise eines antisemitischen Gesangsvereines, als den fünften Theil dieses Betrages für die rumänischen Wanderer, die nicht zu ihrem Vergnügen reisen und auch noch keine Antisemiten sind, obschon Züge dieser Art mit der Zeit auch sie dazu machen könnten. Wohl kaufen einzelne sich lieber um (>00.<MJO Frauken alte Gobelins lür ihren Salon, als dass sie mit dem hundertsten Thcile dieser Summe den rumänischen Wanderern zuhilfe kämen. Aber im ganzen wurde doch an die Thür der Millionäre nicht vergebens geklopft. Das Unglück ist. nur, dass die sehr ansehnlichen Summen, die zusammeniliessen. nicht in der richtigen Weise verwendet werden und darum auch keinen dauernden Nutzen stiften können. Sie dienen nämlich nicht zur Verwirklichung eines bestimmten Planes. Kein einheitlicher Gedanke, überhaupt kein Gedanke bestimmt ihre Verwendung. Wie wird das Geld ausgegeben? In der primitivisten, unorganischsten Weise: durch Almosendarreichung von Hand zu Hand. Dazu ist allerdings keine besondere Geistesanstrengung nöthig. Hier sind zurückgelassene Frauen und Kinder ausgewanderter rumänischer Familienväter: man kauft ihnen Brot, damit sie nicht Hungers sterben. Hier sind Gruppen von Wanderern, die das eine Land nicht dulden, das andere nicht aufnehmen will, und die an irgendeiner Grenze, eingehegt von starrenden Bajonnetten, jämmerlich daliegen: man kauft ihnen Fahrkarten bis in das nächste Land, bis an den nächsten Einschiftungshafen, bis nach Amerika. Ich will nicht untersuchen, ob diese Fahrkartenspenden nicht in

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