Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 4 (1900) London, 13. bis 16. August 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, English, Hebrew
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einer Zeil, die nicht, ferne sein, kann, eine Gullur- und Ilandelssi.ras.se nach Asien führen. A.-ieu ist das diplomatische Problem des nächsten Jahrzehnts.1* Diese Worte von LS'JS machen heute geradezu den Eindruck der Banalität, so sehr sind sie durch die Ereignisse der letzten Monate bestätigt worden. Das asiatische Droblem wird von Tag zu Tag ernster, und ich fürchte, eine Zeitlaug auch recht blutig werden. Damit wächst aber auch das Interesse der Cullur Völker daran, dass auf dein Wege nach Asien, auf dem kürzesten Wege nach Asien eine Culturslation geschahen werde, die allen civilisierten Menschen zustatten kommen wird. Diese »Station ist Palästina, und die Culturträgcr, die Gut und JJlut daransetzen wollen, sie zu errichten, -sind wir. Alle politischen Köpfe müssen blitzschnell begreifen, dass hierin eine wertvolle Gelegenheit geboten ist, Asien näherzukommen. Auf diese (hilturslation, die das machtlose Volk der «luden unter der Oberhoheit Sr. Majestät des Sultans rasch errichten würde, brauchte .keine Macht mil Besorgnissen zu blicken. Den Juden wäre geholfen, aber den anderen auch, und den grössten Gewinn hätte davon die Türkei. (Deutsch:) Geehrte G o n g r e s s - M i t g 1 i e der! England, das grosse, England, das freie, England, das über alle Meere blickt, wird uns und unsere Bestrebungen verstehen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Von hier aus wird die zionistische Idee ihren Flug noch weiter und höher neinneu, dessen dürfen wir sicher sein. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Nun werden freilich die praktischen Leute, die lNeunmalweisen kommen und fragen, was denn damit gewonnen sei. Wir kennen diese Leute schon. Wir erinnern uns aller der Steine, die sie uns in den Weg gewälzt haben, aller Unannehmlichkeiten, die sie uns bereiten wollten und bereitet haben. Diese selben Leute sind es, die nicht genug fragen können, was wir denn eigentlich geleistet haben, wo wir denn schon halten, wann wir denn endlich ans Ziel kommen werden. Wenn sie uns mit all ihren Kräften geholfen hätten, statt uns mit all ihren Kräften zu behindern, könnten sie nicht gieriger fragen. Die am Bau mitthatig sind, von den ersten bis zu den letzten, von den Bauleitern und Gehilfen bis zu den bescheidenen, treuen Ziegel trägem, fragt keiner so viel. Wir wissen das eine, dass wir arbeiten müssen, und wir thun es unverdrossen, hoffnungsstark und begeistert. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Wir bauen, wir bauen, und unser Bau wachfit. Das Halbfertige zu verstehen, ist nicht jedermanns Saciie. Ich bin aber darüber beruhigt, dass auch diejenigen Juden in