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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 214

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 214 (sequence 214)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 214 — berührt werden, im Sinne der Erziehung und der allgemeinen Cultur, wie der jüdischen Culturmit allen meinen Kräften und denke gar nicht daran, dass ich in Widerspruch gerathen kann mit dem Baseler Programme. Ich meine, jeder ernste Zionist muss die Culturfrage aufnehmen, und ich bin dadurch nicht weniger Zionist als andere, und unsere Sache kann auf diese Weise nur zu weiterem Gedeihen gelangen. Damit schliesse ich. Vors. Dr. Mandelstamm: Es ist Schluss der Dehatte beantragt, ohne Anhörung weiterer Redner. Wer dafür ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Der Antrag ist angenommen. Del. Goldberg: Ich möchte bitten, class bei Beginn der nächsten Sitzung gleich die Abstimmung über die eingebrachten Anträge erfolge. Vors. Dr. Mandelstamm: Es tritt eine Pause von einer halben Stunde ein. (Die Sitzung wird um 2 Uhr 35 Min. unterbrochen.) Nachmittagssitzung. Beginn : V24 Uhr. Vorsitzender: Di\ Herzl. Vors, Dr. Herzl: Es ist abermals eine Reihe von Zustimmungskundgebungen eingelangt. (Verliest dieselben. — Siehe Anhang.) Ferner ist eine aus localen Umständen verspätete Depesche von den jüdischen Tscherkessen des Kaukasus eingelangt. (Stürmischer Beifall.) Es ist dann noch ein Antrag von Herrn Dr. Awinowitzky zum Punkte „Culturfragen" nachzutragen, der Congress möge das. Actions-C omite beauftragen, ein zionistisches Organ im Jargon, den unentbehrlichsten Bedürfnissen der Juden in Russland entsprechend, zu schaffen. Dann habe ich noch die Pflicht, Ihnen mitzutheilen, dass unser verehrter Mitstreiter Dr. Rülf in Bonn, der durch sein hohes Alter verhindert ist, an unseren Arbeiten hier theilzunehmen, uns in begeisterter Weise seiner Theilnahme versichert hat. (Lebhafter Beifall.) Del. Jaffe-Heidelberg: Eine der wichtigsten Aufgaben des Zionismus, auf welche von dieser Stelle schon so oft hingewiesen wurde, ist, unser Volk zu vereinigen und unter einem Ideal zu sammeln, dass es, den Worten Nordaus gemäss, seinen Willen zum nationalen Dasein laut vor der ganzen Welt bekennt und dass dieser Wille in einer festen, zusammengeschlossenen Organisation ausgedrückt wird. Um dieses Ziel erreichen zu können und die jüdischen Volksmassen ganz auf unserer Seite zu haben, müssen wir eine gute zionistische Jugend schaffen, gute zionistische Arbeiter, die dem Zionismus treu ergeben sind, die sich ihres Apostelamtes bewusst sind, die das Volk kennen, seine Vergangenheit und Gegenwart. Denn, weil sie das wissen, wissen sie auch, was ihm für die Zukunft noththut. Auf diesen Punkt müssen wir jetzt unsere ganze Aufmerksamkeit lenken. Um nun in diesem Sinne dem Zionismus eine Schar guter Arbeiter zu schaffen, ist von Seiten der russischen zionistischen

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