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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 206

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 206 (sequence 206)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476260--1015-3477150
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— 206 — Sie werden aber auch den Vorwurf ablehnen können, dass Sie für die Cultur nichts gethan haben; denn wenn Sie für die jüdische Cultur arbeiten, so arbeiten Sie auch für die allgemeine Cultur der Menschheit überhaupt! (Tosender, langanhaltender Beifall und Händeklatschen.) Mein Antrag also lautet: „Der Cougress fordert das Actions-Gomite auf, den vom zweiten Congresse beschlossenen und nunmehr activierten allgemeinen hebräischen Sprachverein durch Zuwendung der erforderlichen Subventionen in die Lage zu setzen, für die in Palästina bestehenden Schulen mit hebräischer Vortragssprache die nothwendigen Schulbücher zur Erlernung der allgemeinen Wissenschaften herauszugeben." Das ist der Antrag, formuliert in juristischer Weise. I n Ihrem - Herzen werden Sie ihn schon früher wohl weiterreichend formuliert haben. (Tosender Beifall und Händeklatschen. Redner wird von allen Seiten beglückwünscht.) Del. Dr. Belkowsky: Hochverehrte Anwesende! Ich stelle den Antrag, es möge der Congress beschliessen, die vorzügliche Rede des Herrn Dr. Kahn in einem Separatabdrucke vervielfältigen und unter die Vereine verbreiten zu lassen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen ) Vors. Dr. Herzl: Wenn sich gegen diesen Antrag kein Widerspruch erhebt.... Del. Bojukanski-Odessa: Ich glaube, der Antrag ist so wichtig, dass es wünschenswert wäre, dass man in die Debatte über den Antrag eingehe und ihn nicht so einfach annehme. Berichterstatter Dr. Kahn: Am besten werden Sie für die Sache wirken, wenn Sie nicht viel darüber sprechen. HDIH nttfJJI Zu deutsch: Debattiere wenig und thue lieber viel. Am besten ist es also, meine Herren, wenn man ohne lange Debatte diesen Antrag annimmt. Vors. Dr. Herzl: Sie befinden sich in demselben Miss Verständnisse, wie der Herr Vorredner. Der Antrag des Herrn Dr. Belkowsky ist dahin gegangen, dass die Rede in Druck gelegt werde. Den Inhalt Ihres Antrages habe ich noch nicht zur Abstimmung gebracht. Man könnte beispielsweise die Drucklegung Ihrer Rede beschliessen und Ihren Antrag allerdings ablehnen. Berichterstatter Dr. Kahn: Drucken Sie mich nicht, meine Herren. (Lebhafte Heiterkeit.) Vors. Dr. Herzl: In Ihrem Antrage ist ja die Voraussetzungziemlich bedeutender Aufwendungen enthalten, die dieser Zweck erfordert. Man kann sehr wohl eine Rede als Agitationsschrift vertheilen lassen, aber dann müssen Sie dem Congresse alle erforderlichen Mittel zur Verfügung stellen. Das ist aber ein ins Geld in ziemlichem Umfange gehender Antrag. Wenn aber kein Widerspruch gegen den Antrag des Prof. Belkowsky erhoben wird, so ist er angenommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Dr. L Marmorek hat mir einen Antrag übergeben, die Dauer der Redezeit auf 5 Minuten zu beschränken. Del/. Dr. Niemerower: Ich glaube, meine Damen und Herren, dass der Antrag des Herrn Dr. Marmorek unannehmbar ist. Die folgen-

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