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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 188

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 188 (sequence 188)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 188 — dass die Beschuldigungen unserer Gegner uns bis jetzt keinen Schaden zugefügt haben, und dass sie im allgemeinen auf die, welche sie erhoben, zurückgefallen sind. Wenn wir nur uns selber und unserer Sache treu bleiben, so müssen wir schliesslich einen vollen Sieg davontragen. Ich kann mir nicht denken, dass irgendeine wirkliche Gefahr denjenigen drohen sollte, die den Zionismus unterstützen! — Aber selbst w^nn dies der Fall wäre, dürfen wir nicht vergessen, dass alsdann der gefahrvolle Posten ein Ehrenposten ist, ein Posten, den gewiss jeder loyale und patriotische Jude gern einnehmen wird. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich weiss, meine Herren, es gibt Leute, welche behaupten, dass das Sentimentale eine zu grosse Rolle im zionistischen Programm bilde und letzteres deshalb der Beachtung ernster Männer kaum wert sei. Ich erlaube mir jedoch, diejenigen, die solche Ansichten vertreten, daran zu erinnern, dass der Zionismus nicht nur eine sentimentale, sondern auch eine eminent praktische Seite hat. — Das Sentimentale hat übrigens in unserer Geschichte eine so bedeutende Rolle gespielt, dass man wohl behaupten kann: Ohne dieses Element wäre das jüdische Volk von der Erdoberfläche verschwunden. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Die Pionniere fast aller grossen Bewegungen sind immer zuerst als Enthusiasten dem Gespötte preisgegeben worden. Man sollte eben nicht übersehen, dass ohne Enthusiasmus überhaupt kein grosses Werk vollbracht wurde, noch vollbracht werden kann. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Ebenso dürfen wir auch nicht vergessen, dass heutigen Tages die Ereignisse schnell fortschreiten und dass vieles, das noch vor fünfundzwanzig Jahren für unmöglich gehalten wurde, heutzutage ganz im Bereiche praktischer Politik liegt. Ich leugne allerdings nicht, meine Herren, dass der Zionismus viele Schwierigkeiten zu überwinden hat. Aber was thut denn das? Ist dies nicht so bei jeder neuen Idee? Und im vorliegenden Falle sind gewiss keine Schwierigkeiten vorhanden, die nicht mit Hilfe jener wesentlich jüdischen Charaktereigenschaften, wie Energie und Ausdauer, schliesslich überwunden werden können. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Der Weg zu unserem Ziele mag ja rauh und steinig sein — aber man bedenke nur, mit welch hohem Preise wir belohnt werden: Steht ja doch am Ende des Weges Jerusalem in seiner ganzen Glorie! (Langandauernder, stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Der grosse Forschungsreisende Burton, dessen Urtheil über unseren Gegenstand jedenfalls von der grössten Bedeutung ist, versichert uns, dass, wenn eine Million Juden sich vereinigten, das

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