Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 156 (sequence 156)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 156 — werden, oder es kann seine Arbeiten nicht fortsetzen. (Zustimmung.) Auf den Verzicht der Herren Wolffsohn und Genossen kann das Actions- Comite nicht eingehen (Beifall), weil wir uns unser Wort von niemandem zurückgeben lassen. Das ist unsere Auffassung, wie ein zionistisches Actions-Comite vorzugehen hat, dass es nämlich keine Formalitäten aufführt und die Erfüllung seines Versprechens nicht zur Schau trägt, sondern dieses, wie es ihm geziemt, ernstlich durchsetzt. Wir können selbstverständlich, nachdem wir die Stimmung des Congresses nach der Eichtung kennen gelernt haben, dass Sie an dieser Vertheilung von Gründeractien etwas sehen, was Sie sich selbst vorbehalten wollen, was Sie in irgendeiner Weise späterhin durch diese Commissionen, wenn Sie wollen, zur Geltung bringen wollen, dass Sie vielleicht die Vertheilung der Gründershares im Resolutionswege durch landsmannschaftiiche Ernennungen vornehmen wollen, weiter in die Sache nicht eingehen. Das gehört für einen späteren Zeitpunkt. Gegenwärtig liegt ein Versprechen vor, welches das Actions-Comite gegeben hat. Dieses Versprechen halten wir ein; es wäre denn, dass wir in der materiellen Unfähigkeit sind, es durchzuführen, und ich habe schon von vornherein gesagt, dass wir dann die Consequenzen daraus ziehen müssten. Wenn wir eine andere Auffassung von unserem Worte hätten, wären wir nicht würdig, die Geschäfte dieser Bewegung zu führen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen ) Del. York-Steiner: Das ist die Cabinetsfrage. Del. Seff: Wir haben hier eine Interpretation gehört, dass die Cabinetsfrage gestellt wurde. Vors. Dr. Herzl: Begnügen Sie sich damit, was ich gesagt habe. Ich glaube, es war deutlich genug. Ich werde diesen Antrag in zwei Theilen zur Abstimmung bringen. Zunächst den ganzen Antrag mit Ausnahme des von uns beanständeten Punktes; dann diesen Punkt, den wir nur mit einer Einschränkung annehmen können. Ich brauche ihn wohl nicht mehr zu verlesen. Zunächst bringe ich zur Abstimmung den Antrag des Herrn Dr. Tschlenow mit Ausnahme des Alinea a, das wir nur mit einer Einschränkung acceptieren. Sie haben also abzustimmen über den Antrag Tschlenow ohne Alinea a. Del. Dr. Tschlenow (gibt eine russische Uebersetzung). Del. Seff: Es wäre wichtig, diese Consequenzen klar zu sagen. Del. Dr. Tschlenow : Ich glaube, es ist klar genug. Vors. Dr. Herzl: Ich werde es Ihnen dann sagen, ich will nur früher den Antrag übersetzen lassen. Del. de Haas (gibt die englische Uebersetzung). Del. Dr. Alexander Marmorek (gibt die französische Uebersetzung). Vors. Dr. Herzl: Es ist von Herrn Dr. Wassermann folgender Antrag gestellt worden (liest): „Da infolge der Erklärung des Präsidenten vitale Interessen der zionistischen Bewegung in Frage gestellt werden, stelle ich den Antrag auf Vertagung der Abstimmung auf Nachmittag." Del. Dr. Niemerower: Ich muss mich gegen diesen Antrag aussprechen. Vors. Dr. Herzl: Ich war im Begriffe, die Abstimmung vorzunehmen, habe aber diesen Antrag doch vorgebracht, damit nicht irgend jemand in seinem Antragsrechte verkürzt würde. Diejenigen, welche die Abstimmung vertagen wollen, d. h. bis auf Nachmittag verschoben wissen wollen, mögen die Hand erheben. Del. de Haas (gibt die englische Uebersetzung).