Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 151)
- Language
- German, English, Hebrew
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geschehen ist. (Lebhafter Beifall.) Selbstverständlich, meine Herren, werden wir nach wie vor mit derselben Hingebung für unsere Bank, für unsere Sache arbeiten, wie bisher. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Del. Rabbiner Seff: Ich empfehle Ihnen, meine Damen und Herren, diesen Herren unsere Dankbarkeit auszudrücken, die gezeigt haben, class sie mehr Demokraten und Zionisten sind, als die Redner, die hier gesprochen haben. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Bruck (spricht russisch). Del. Dr. Kohan-Bernstein (übersetzt): Wir sind hier in der Vollversammlung gar nicht imstande, den Herren, welche die Bankarbeit vorbereitet und durchgeführt haben, so zu danken, wie sie es wirklich verdienen. Die volle Dankbarkeit kann ihnen nur auf den glänzenden Seiten der jüdischen Geschichten im Namen des ganzen Volkes gezollt werden. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen). Dieser Dank ist ein viel grösserer als der Besitz einer Gründeractie. Ich beantrage, den Leitern der Bank eine Adresse zu überreichen, um ihnen auch in dieser Form unseren Dank zu erstatten. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Birkenstein: Ich bekämpfe diesen Antrag auf das allerentschieclenste, dem Directorium für seine Resignation den Dank auszusprechen. Die Herren, welche die Resignation urgiert haben, nehmen den Mund merkwürdig voll mit ihrer Demokratie, schlagen sich aber im anderen Falle mit ihrer eigenen That. Jedenfalls hat doch auch das Actions - Comite in voller Erwägung der übernommenen Pflichten beschlossen, die Gründeractien abzugeben. Wenn das Actions - Comite nun gleich beim ersten Anstürme unterliegt in seiner Pflicht, so verstehe ich es nicht, wie das Directorium zu einer solchen Pflichtverletzung kommt. Das Actions-Comite hat seinen Antrag unter allen Umständen zu vertreten. Sie hätten beschlossen, und das Directorium hätte sich diesem Beschlüsse zu fügen. Das wäre demokratischer gewesen. Der Beschluss wäre aber ganz anders ausgefallen. In einem anderen Falle hat Dr. Herzl genau so gehandelt. Vors. Dr. Herzl: Meine Damen und Herren! Soweit ich diese etwas verwickelt gewordene Debatte verstehe, handelt es sich den Herren Motzkin und Genossen nicht darum, dem Directorium das Misstrauen zu votieren, ebensowenig wollen sie das Wort des Actions-Comites brechen, denn dieses Wort haben wir geglaubt, in Ihrem Namen geben zu können. Wenn Sie uns nun aber an der Einlösung desselben hindern, werden wir daraus jedenfalls unsere Consecjuenzen ziehen müssen. (Bewegung.) Ich glaube, die wirkliche Sachlage ist die: Sie wollen, weil die Statuten noch gewisser Veränderungen auch in Ihrem Sinne bedürfen, um definitiv zu werden, nnd weil Sie diese Arbeit einer Commission zu übergeben gedenken, die ihre Resultate dem nächsten Congresse vorlegen wird, bis zu diesem Zeitpunkte die Verleihung der Gründershares vertagen. Dann, wenn Sie in den Statuten die juristische Sicherheit gefunden haben, welche allen Ihren Wünschen Rechnung trägt, werden Sie Ihrem Danke an das Directorium Ausdruck in der Form geben, die wir Ihnen schon vorgeschlagen haben, nämlich die Verleihung dieser sieben Gründeractien vornehmen. So interpretiere ich die Stimmung des Congresses. Sie werden übrigens die Interpretation authentisch geben, wenn Sie abstimmen, und es hegt ein Antrag vor, in welchem dies deutlich zum Ausdrucke kommt. Es sind noch vorgemerkt die Herren Belkowsk v und B e n twich.