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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 75

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 75 (sequence 75)
Language
German, English, Hebrew
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— 7 0 _- Einnahmen zu verzeichnen gewesen wäre, hätten Sie sofort in den Blättern, die ich nicht nennen will, gelesen: Ja, mit dem Zionismus ist es schon vorüber, das war eine Luftblase, ja die Sache schwillt ab, die Theilnahme wird geringer, sie haben schon keine Einnahme mehr, es wird nicht mehr gewählt, der Gongress löst sich auf. Nun, es sind, glaube ich, über 1200 Mandate in diesem Jahre hier vertreten, und zwar Mandate, die auf ganz anderer Basis zustande gekommen sind. Es haben nämlich die Mahnungen zu einer ordentlichen Wahl, die wieder zu einem Proteststurm geführt haben, das glückliche Resultat gehabt, dass Personen, die im vorjährigen Congress einzudringen versucht haben, und leider zum Theile auch eingedrungen sind, diesen Versuch heuer gar nicht gemacht haben. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) . Dass die Tagesordnung nicht zwei Monate früher bekanntgegeben wurde, ist ein ungerechter Vorwurf. Wir haben die Tagesordnung schon in der Januarconferenz in Wien festgesetzt und die Herren Vertreter der einzelnen Länder konnten, wenn es ihnen nützlich geschienen hat, diese Tagesordnung leicht mittheilen. Nun genügt ein Blick auf die Tagesordnung, um Ihnen zu zeigen, dass es sich wirklich bloss um den Rahmen, um einen ziemlich inhaltslosen Rahmen handelt, den wir ziehen, und in welchen Sie dann das Bild des zionistischen Lebens durch Ihre Ausfuhrungen hineinzufügen haben. Die Punkte der Tagesordnung sind eigentlich ganz selbstverständlich und, wenn Sie vergleichen, was im vorigen Jahre war, werden Sie finden, dass es nur eine Wiederholung des vorigen Jahres ist. Die Aufstellung dieser Tagesordnung ist schon Routine. Etwas anderes ist es mit dem, was wir hier besprechen. Das wechselt von Jahr zu Jahr. Ich werde von dem Actions-Gomitemitgliecl für die Schweiz gebeten, festzustellen, dass Herr Dr. Weizmann seine Angabe nicht recht aufgefasst habe. Das sind aber wirklich Sachen von nicht zu grosser Bedeutung. Del. Dr. Kohan-Bernstein : Ich zweifle selbstverständlich nicht daran, was uns der Herr Präsident mitgetheilt hat, allein ich muss constatierem dass ich bei der Januarconferenz in Wien war, dass aber damals über die Tagesordnung des Congresses kein Wort gesprochen wurde. Vielleicht also war das in einer späteren Sitzung des Actions-Comites. Ich habe dann zwei Monate vor dem Congresse in einem Briefe, den ich an das Actions-Comite gerichtet habe, gebeten, dass man mir vorläufig die Tagesordnung mittheile, damit ich das in meinem Wirkungskreise in die verschiedenen Versammlungen hineintrage. Ich sprach die Ansicht aus, dass es unbedingt nothwendig sei, dass ein Monat vor dem Congresse die Tagesordnung allen bekannt sei, weil wir doch auf dem Congresse Leute haben wollen, die über alles, was hier verhandelt wird, zuhause sich bereits besprochen haben. Diesem meinem Ansuchen wurde nicht Folge gegeben, und als ich zum Delegiertentag-e nach Odessa fahren musste,"habe ich mir die Tagesordnung vorläufig telegraphisch schicken lassen.

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