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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 72

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 72 (sequence 72)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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dass der Verein, welcher jetzt als Sturmbock in Galizien gegen unsere Bewegung verwendet wird, bei seiner Gründung erfcat, dass ich den ersten Antheilschein nehme. Es ist hier unser Freund York-Steiner, der am besten Auskunft geben kann, in welcher Weise das Wiener Comite dazu beigetragen hat, den Ahawath-Zion, um nicht länger in Räthseln zu sprechen, ins Leben zu rufen; dieser Verein, der uns das Versprechen gab, nicht gegen das Baseler Programm zu Verstössen und nicht den Schmuggel- Zionismus zu versuchen, sondern, soweit er es für seine Agitation nothwendig hat, eine praktische Arbeit zu zeigen — es wurde das Wort gebraucht: Mustercolonie — in unseren Büchern finden Sie die Belege —, dieser Verein ist allmählich, zum Theil infolge von Vorgängen auf dem vorigen Congresse, die, wie Sie wissen, nicht von uns provociert wurden, in eine gegnerische Haltung übergegangen. Nun wäre es uns äusserst peinlich gewesen, diesen Gonflict in der Oeffentlichkeit auszufechten, und die Wahrnehmung, welche die Herren gemacht haben, dass wir diesen Zusammenstoss nicht wünschen, sondern dass wir Bedenken tragen, diesen Gonflict, der innerhalb des Zionismus spielt, zum Gaudium unserer Gegner auszubreiten, diese Wahrnehmung wurde nicht etwa zum Anlasse, um sich ebenfalls rücksichtsvoll in der Meinungsverschiedenheit zu benehmen, sondern es sind von dieser Seite recht schwere Angriffe gegen uns ausgegangen. Wir haben dafür das einzige Verhalten gewählt, das uns angemessen schien: Wir haben uns um diese Herren nicht mehr gekümmert. Von einer stiefmütterlichen Behandlung der galizischen Zionisten kann also nicht gut die Rede sein. Ueberhaupt — ich sage das für alle Herren, welche hier Klagen vorgebracht haben — wir sind der Ansicht: das Actions-Comite in Wien hat kein Landes- Comite mütterlich oder väterlich oder stiefmütterlich zu behandeln. Wir sind die Gentraistelle für die Arbeiten, die bei uns zusammenlaufen. Wir können für die Herren nicht mehr thun, als sie für uns. Wir erwarten, dass bei uns alles das zusammentrifft, was man vorgekehrt hat, und dass wir dann, so weit wir es verstehen, eine Verwendung der zusammengeströmten Kräfte bewerkstelligen! Infolge dessen lehne ich es ab, dass wir den einzelnen Landes- Gomites irgend welche Autorität zu geben haben. Die müssen sie sich selbst erwerben und selbst geben. Allerdings ist in unserer bisherigen Organisation dieser Punkt nicht genug ausgearbeitet worden. Das ist eine der vielen Kinderkrankheiten in einer so grossen Bewegung: es stellt sich jährlich und täglich ein neues Bedürfnis im Ausbau des Gedankens heraus und es ist einer der wichtigsten Zwecke unserer Zusammenkünfte, aus unseren Erfahrungen, aus den Fehlern, die wir gemacht haben — und ich

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