Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 36)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 36 — Die Hauptquelle, aus der uns dieses Oel zufliesst, ist die Schekelinstitution. Nebstbei kommen auch Spenden ein. Die Einnahmen vom Erlöse zionistischer Agitationsmittel, wie Brochuren, Medaillen, Nadeln etc. sind eigentlich nur eine Deckung der für dieselben gemachten Auslagen und sollen hier nur der Vollständigkeit halber angeführt werden. Was die Schekelinstitution betrifft, hat sich dieselbe bereits eingebürgert. Jeder Zionist weiss, dass er mindestens einen Schekel im Jahr zu bezahlen hat, und viele warten nicht einmal bis man ihn eincassiert, sondern bringen oder schicken ihn selbst. Der Modus der Schekeleinhebung ist ja allbekannt. Die Controle ist auf mehrfache Weise gesichert: 1. Die Schekelquittungen werden aus einem eigens hierzu fabricierten Papier mit zionistischem Wasserzeichen hergestellt und in Blocks ä 25 Quittungen ausgegeben. Ueber die ausgegebenen und zurückgestellten Blocks und über die auf dieselben eingezahlten, aus den Juxten ersichtlichen Beträge wird genau Buch geführt. 2. Gleich nach Einführung der Institution wurde bestimmt, dass eingehende Beträge von drei Mitgliedern des Actionscomites bestätigt werden müssen, und dies in „Der Welt", dem von den meisten Zionisten gelesenen Blatte, veröffentlicht. 3. Vor den Wahlen zum Congresse werden für jeden Wahlkreis besondere Listen der Schekelzahler angefertigt und jedem Wähler zugesandt, so dass sich jeder Schekelzahler aus dem Vorhandensein seines Namens in der Liste überzeugen kann, dass der von ihm an den Blockinhaber bezahlte Schekel an die Centrale abgeführt wurde. Eine Ausnahme wird diesbezüglich aus localen Gründen nur in einigen Ländern gemacht. Die Gesammtsumme der im abgelaufenen Congressjahre eingegangenen Schekel beträgt . . Fr. 114,370.15 Die eingelaufenen Spenden betragen ... „ 2,005.— Der Erlös der Agitationsmittel beläuft sich auf „ 1,928.35 Es ist zu bemerken, dass die Schekelzahlung in diesem Jahre durch die Banksubscription beeinträchtigt war. Die Ausgaben zerfallen in Administrations- und Agitationsspesen. Zu ersteren gehören: Die Erhaltung der Bureaux in Wien und Basel, sowie in den anderen Ländern, die Spesen der Schekelmanipulation und die umfangreiche Gorresporidenz. Zu letzteren: Agitation^brochuren, Subventionen und Reisespesen etc. Die Gesammteinnahmen und -Ausgaben stellen sich wie folgt dar: