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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1899-01-01 · 3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899 · p. Seite 6

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
3 (1899) Basel, 15 bis 18. August 1899
Date
1899-01-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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und Loyalität unserer so hoch geehrten Bewegung ist nach diesem Ereignis wohl für immer ausser Frage. Natürlich legen wir das grösste Gewicht darauf, diese Lo}^alität vor allem der türkischen Regierung gegenüber zu betonen und zu beweisen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Von uns wird kein Schritt unternommen, der auch nur entfernt das gerechte Misstrauen des souveränen Besitzers von Palästina erwecken könnte. Wir wollen und können dem osmanischen Reiche die grössten Vortheile bringen, folglich können wir ganz offen auftreten. Wer sich irgendwo einschleicht, hat gewöhnlich nicht die Absicht, etwas zu bringen. (Lebhafte Zustimmung.) Dies war das Raisonnement, das wohlverständliche, welches zu den jetzt in Palästina bestehenden Einwanderungsschwierigkeiten führte. Wir haben sie nicht hervorgerufen; sie sind bekanntlich älteren Datums, als die hier vertretene Bewegung. Aber wenn man uns auch nicht beschuldigen darf, das Einwanderungsverbot verursacht zu haben, so wollen wir doch deutlich angeben, wie wir uns dazu stellen. Wie? Man wollte eine Bevölkerung in einem Lande ansässig machen, ohne vorher den ganzen Plan offen erklärt zu haben? Kommt Einer bei Nacht und Nebel heimlich heran, so darf er sich nicht wundern, wenn man ihm Halt! Wer da? entgegenruft. Und umso schlimmer für ihn, wenn er darauf keine gute, klare Antwort geben kann. Uebrigens ist das auch gar nicht die Situation, in der irgendeine Antwort unverdächtig klingt. Wir machen es darum anders. Wir erklären unsere Absichten am hellen Tage, den wir Gott sei dank nicht zu scheuen haben, und wir wollen die Billigung erwirken, bevor wir etwas unternehmen, was sonst das verantwortungsschwerste aller Experimente wäre. (Lebhafte Zustimmung.) Denn es handelt sich nicht nur darum, die Leute hinzukriegen, sondern sie auch dort zu behalten. Und zwar in guter Sicherheit. (Langandauernder lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Leider gibt es viele unserer Brüder, denen es nicht mehr schlechter gehen kann, und darum alles acceptieren. Aber um den Kranken nur von einer Seite auf die andere zu legen, brauchte nicht so viel Scharfsinn, Mühe und Geld aufgewendet zu werden. Versuchen wir lieber, ihn zu heilen. Das ist ein so grosser Zweck,, er ist so vernünftig und einleuchtend, dass niemand mehr nach geheimen Beweggründen forschen wird. Warum sollten wir das also nicht gerade heraussagen? Es wird ja dadurch alles mit einem Schlage verständlich, was wir vorhaben. Es gibt kein Misstrauen mehr. Wir betreten den Boden der Verhandlungen, die früher oder später zu einem Ergebnisse führen werden, wenn wir nur einig vorgehen und unsere Kräfte zusammenhalten. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.)

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