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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 235

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 235 (sequence 235)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0785-3476919
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- 235 — Del. Dr. Schach: Verehrte Damen und Herren! Ich erlaube mir den Antrag zu stellen, dass die Wahl des Herrn Präsidenten Dr. Herzl per acclamationem, während die Wahl der anderen vier Herren mittels Stimmzettel erfolge. Das würde die Sache sehr vereinfachen und doch vollkommen das Stimmenverhältnis des Congresses wiedergeben. Vors. Dr. Herzl: Wollen Sie nicht zuerst das Referat des Permanenzausschusses hören? (Rufe: Ja!) Del. Prof. Mandelstamm: Der Permanenzausschuss schlägt Ihnen folgende Wahlen vor: Herrn Dr. Theodor .Herzl (Lang andauernde!-, sich immer wieder erneuernder Beifall und Händeklatschen im Saale und auf der Gallerie und Hochrufe; die Versammlung erhebt sich), Dr. .Kokesch (Lebhafter Beifall und Händeklatschen), Dr. Schnirer (Lebhafter Beifall und Händeklatschen), Dr. Kahn (Lebhafter Beifall und Händeklatschen), Dr. Mintz (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Dr. Schnirer: Werter Congress! Ich bitte, Sie es nicht als Phrase anzusehen, wenn ich Ihnen sage, dass icli mich durch die Ehre, die mir der Permanenzausschuss durch seinen Vorschlag macht, tief gerührt fühle; ich bitte aber, von meiner Wahl abzusehen. Ich habe bereits vor einigen Monaten den Herrn Präsidenten von meinem Vorhaben, eine Wiederwahl nicht mehr anzunehmen, in Kenntnis gesetzt und habe seither keine Veranlassung gefunden, von diesem meinem Vorhaben abzugehen. Dr. Kokesch: Verehrter Congress! Ich fühle mich durch den Vorschlag des Permanenzaussehusses sehr geehrt, bin aber zu meinem grössten Bedauern nicht mehr in der Lage, eine Wiederwahl anzunehmen. Dr: Mintz : Auch ich fühle mich durch den Vorschlag des Permanenzausschusses sehr geehrt, bin aber gleichfalls nicht in der Lage, eine Wiederwahl anzunehmen. Vors. Dr. Herzl: Meine Damen und Herren! Da ich leider eine solche Erklärung nicht abgeben kann, wie meine sehr verehrten Freunde und Mitarbeiter, wie gross auch manchmal meine Lust ist, es zu thun,. kann ich mit einer gewissen Unbefangenheit über den Vorschlag des Permanenzausschusses sprechen. Ich bitte Sie, denselben vollinhaltlich anzunehmen und wenn Sie es mit Acclamation thun, — ich werde nichts davon auf mich beziehen. Mich haben Sie über Gebür geehrt — dann werden Sie nur das thun, dass Sie Männern, die mit ausserordentlicher Hingebung gearbeitet haben, ihren verdienten Dank aussprechen. (Lebhafter, andauernder Beifall und Händeklatschen.) Vors. Dr. Herzl: Es hegen zwei Anträge vor, einer auf en bloc- und einer von Schach auf getrennte Wahl. Jene, welche für die Wahl en bloc sind, wollen die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Die en bloc-Wahl ist mit 112 gegen 15 Stimmen angenommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Dr. Schnirer: Verehrter Congress! Ich danke Ihnen, sowie unserem verehrten Präsidenten herzlich für die grosse Freundlichkeit, die Sie hatten, mir eine Ehre zu erweisen, die ich nicht verdient habe, und ich bitte zu glauben, dass es mir wehe thut, eine solche Würde, die höchste Würde, die der Congress zu vergeben hat, nicht annehmen zu können. Es war nicht eine leere Phrase, als ich Sie bat, von der Wahl abzusehen, sondern es sind Gründe zumeist persönlicher Natur, die mich abhalten, meine Kräfte der zionistischen Arbeit in dem Masse zu widmen, wie sie sie erfordert Ich bitte also nochmals, von meiner Wahl abzusehen und an meiner Stelle jemanden zu wählen, der mehr Zeit für die Sache opfern kann, als ich es imstande bin. (Widerspruch.) Dr. Gaster: Ich will Ihre Geduld blos einen Augenblick in Anspruch nehmen und zwar um die Bitte an Herrn Dr. Schnirer zu richten, seine Entscheidung nicht aufrecht zu halten. Als in alter Zeit

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