Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 232 (sequence 232)
- Language
- German, English, Hebrew
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- 232 — sich damit verhält, dass auf dem einen Stimmzettel, der mir überreicht worden ist, 11 Stimmen, anf dem anderen 13, 11 und 9 stehen, wie es sich damit verhält, dass von Herren die Unterschrift; verlangt war de, die Sie nicht bekommen haben, und wie Sie es rechtfertigen können, dass, wenn man von solchen Präsentationen, von Mitteln in verdächtigender Weise .... Del. Dr. Jacob Kohn : Letztere Bemerkungen muss ich zurückweisen. Ich habe sie nicht gemacht und habe sie auch nicht zu vertreten. Präs. Dr. Herzl: Sie haben sie überhaupt nicht zu vertreten. Sie haben das Wort genommen, um uns den Vorgang zu erklären und haben die Sache verzettelt. Del. Dr. Jacob Kohn: Der Vorgang ist x>räcise der: Es wurde gewählt in Anwesenheit von 20 Delegierten. Die Stimmenmehrzahl war somit 11. Nachdem nun das einemal Dr. Salz 13 Stimmen hatte, das ande?*emal eventuell bei Wahlenthaltung die anderen Herren ohne Protest mit Stimmenmehrheit gewählt waren, erschienen sie uns gewählt. Bis jetzt hatten wir keine Ahnung von dem Vorgange, der seither stattgefunden hat, und deshalb scheint es mir formell ganz unzulässig, dass ohne Verlautbarung hinterher andere Herren andere präsentieren. Das ist meine Auffassung. Del. Dr. Bodenheimer: Ich beantrage Schluss der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner. Del. Meizer: Dieser sehr bedauerliche Vorfall unter den galizischen Delegierten ist nicht aus der Mitte der Herren aus Galizien, sondern von Herren, die ausserhalb Galiziens wohnen, hervorgerufen worden. Ich glaube, constatieren zu können, dass sowohl Herr Doctor Kornhäuser, als Herr Dr. Salz gerecht sind und unschuldig. Herr Dr. Kornhäuser hat ehrlich behauptet, dass die 3 Herren gewählt worden sind, um abzudanken, und Herr Dr. Salz hat behauptet, das ist eine Lüge. Und es ist eine Lüge, aber Herr Dr. Kornhäuser war irregeleitet. Die Herren, die nicht aus Galizien sind und aus Galizien gewählt wurden, haben nämlich den Antrag gestellt, man solle demonstrativ vorgehen, und die Herren aus Galizien, die gewählt werden, sollen erklären, sie nehmen die Wahl nicht an. Herr Doctor Kornhäuser ist zufällig aus dem Berathungszimmer herausgetreten und hat das gehört. Aber ich erkläre auf Ehrenwort, dass die Herren Dr. Salz, Dr. Malz und Dr. Korkis nicht die Absicht hatten, beim Congress abzudanken. (Ruf: Er hat es doch selbst erklärt!) Del. Rosenberger: Meine Herren! Ich erkläre, dass diese Debatte überhaupt ganz unnütz ist, nachdem dieser Zettel, der dort aufliegt, null und nichtig ist. Ich habe schon vorher constatiert, dass dieser Zettel eine Lücke aufweist und ein defecter Wisch ist. Ich habe soeben erfahren, dass nicht nur ich, der ich zwei Bezirke vertrete, sondern auch andere Herren auf diesem Zettel nicht vorhanden sind, und wahrscheinlich noch sehr viele Herren oder eine grössere Anzahl haben auf diesem Zettel ihre Meinung nicht abgegeben. Die Herren aus Galizien haben also nicht das Recht, einen solchen Zettel hinzugeben und sich darauf zu berufen. Präs. Dr. Herzl: Herr Dr. Bodenheimer hat Schluss der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner beantragt. Wer dafür ist, den bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Ist a n g eno m m e n. Del. Dr. Bodenheimer: Ich will nur noch bemerken, dass dieser häusliche Zwist der Galizianer uns hier gar nichts angeht. Aber nachdem wir Kenntnis davon erlangt haben, dass keine giltige Präsentation