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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 230

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 230 (sequence 230)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476258--0780-3476914
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Dr. Malz: Gestatten Sie mir die Bitte an Herrn Dr. Kornhäuseiv er möge aufklären, auf welche Weise das zweite Protokoll entstanden ist. Dr. Kornhäuser: Meine Herren! Ich bitte, mir zu erlauben, in polnischer Sprache zu sprechen, da ich der deutschen Sprache nicht sehr mächtig bin. (Widerspruch.) Meine Herren! Wenn ich hier das Wort ergreife, so thue ich es nicht deshalb, um Opposition gegen den angeblichen Führer der galizischen Zionisten zu machen, sondern um dem Wunsche derjenigen Ausdruck zu geben, die hieher gekommen sind, nicht um mit einem dieser Herren zu gehen, der aus Galizien ist und viel gesprochen hat, aber nichts von Galizien, sondern die ins Actionscomite solche Männer entsenden wollen, welche auf dem Grunde des Baseler Programmen stehen und im Sinne dieses Programmes mit dem Actionscomite arbeiten wollen. (Beifall.) Es ist sehr traurig, meine Herren, dass es zu diesem Zwischenfalle gekommen ist. Seien Sie versichert, bevor ich die Unterschrift auf das Papier gab, das Sie hier sehen, ist es mir sehr schwer gefallen; ich habe es aber thun müssen. Die Wahl wurde auf diese Weise vorgenommen, dass Dr. Salz die galizischen Delegierten einberufen, respective aufgefordert hat, sich zu versammeln und die Wahl vorzunehmen. Anfangs wollten diese Herren einen Antrag durchbringen dahingehend, man solle von der Wahl ganz abstehen, man möge demonstrativ erklären, dass sich Galizien von den Wahlen zurückhält. (Rufe der Entrüstung.) Und als Grund wurde etwas angegeben, was ich nicht erwähnen will, wobei ich aber von den Herren beleidigt wurde, wiewohl ,das, was ich erklärt habe, auf Wahrheit beruht. Ich forderte daher gleich im Anfange diejenigen, welche nicht demonstrieren, sondern mit dem Actionscomite arbeiten wollen, auf, sie mögen sich um mich versammeln und die Wahl vornehmen. Erst darnach entschlossen sich die Herren, die Wahl vorzunehmen, die Herren Dr. Sa 1z, Dr. Korkis und Dr. Malz zu wählen,, aber diese verpflichteten sich, nach der Wahl dem Herrn Präsidenten zu erklären, dass sie die Wahl nicht annehmen. Dr. Jacob Kohn : Das ist nicht richtig. Dr. Malz: Bezüglich meiner Person ist es wahr. Dr. Kornhäuser: Die Wahl wurde mittels Stimmzettel vorgenommen. Einige Herren aus Galizien waren abwesend, weil sie von einer Wahl nichts wussten. Der Aufruf wurde nämlich nicht in der Art verlauft) art. dass es jeder hören konnte. Ich war bei der Wahl, habe meinen Stimmzettel abgegeben, wie auch alle Herren, die unterfertigt sind. Dann ist es zu einer Stichwahl gekommen. Ich bin zu Ende der Stichwahl erschienen und habe erklärt, ich will auch meinen Zettel, abgeben : derselbe konnte aber nicht mehr übergeben werden. Auf Grund, dessen, da wir wussten, dass die Herren nur zu dem Zwecke sich wählen Hessen, nicht um zu arbeiten, wozu sie verpflichtet sind, sondern um zu demonstrieren .... (Unterbrechungen und Unruhe.) Vors. Dr. Herzl: Ich bitte um Ruhe. Es ist sehr wichtig, dass wir dies erfahren. Dr. Kornhäuser (fortfahrend): Das war der Grund, wie auch der, dasswir durchaus die Verantwortung nicht übernehmen konnten, mit einem. Herrn zusammenzugehen, dessen Auftreten Sie einigemale genügend missbilligt haben. Desswegen habe ich und eine Anzahl anderer Herren uns entschlossen, dem hohen Congresse die Wahl der HeiTen Dr. Schur r Schönwetter und Dr. Rosenheck zu empfehlen. Im Ganzen sind es elf Herren und zwar die Herren: Dr. Schur, Dr. Singer, Taubes, Schwadron, Dr. Ebner, Leon Stenzel, M. Friedmannr Hirsch Nagelberg, Dr. Rosenheck, Schönwetter und meine Wenigkeit. Vors. Dr. Herzl: Es handelt sich darum, wenn manfvon „solchen. Mitteln" spricht, auch seine Mittel zu zeigen.

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