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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 197

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 197 (sequence 197)
Language
German, English, Hebrew
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— 197 - ssamen Eeise nicht entsinnen kann, so möchte ich sein Gedächtnis .auffrischen, class er meistens geschlafen hat, wenn ich schon Conferenzen .Abgehalten habe. (Heiterkeit.) Vors. Dr. HerzI: Wir gehen nun zum nächsten Punkte unserer Tagesordnung über, zu den C ult urfr agen. Der Organisations- .ausschuss versammelt sich jetzt im Präsidialzimmer, der Permanenz- .ausschuss um 10 Uhr im Präsidialzimmer. Del. Rappaport: Ich beantrage, class über die Culturf ragen in {hebräischer Sprache vorgetragen werden sollte. Ich glaube, dass ich dadurch den Herrn Dr. Ehrenpreis nicht in Verlegenheit bringen werde, sondern, dass ich im Gegentheile seinen Intentionen entspreche. Vicepräs. Dr. Nordau (den Vorsitz übernehmend): Das Wort hat .Herr Eabbiner Di*. Ehrenp r eis. Referent Eabbiner Dr. Ehrenpreis (mit lebhaftem Beifall begrüsst, beginnt seine Rede in hebräischer Sprache und fährt dann deutsch fort): Hochverehrte Congressmitglieder! Auch diesmal wie im Vorjahre ist mir die sehr ehrende Aufgabe zutheil geworden, die culturellen Fragen unserer Bewegung zu erörtern und die allgemeinen Anträge zu formulieren, welche als Rieht- .schnur für die -Ihätigkeit des nächsten Jahres massgebend sein sollen, und wie im Vorjahre kommen wir auch diesmal etwas spät «und sehr erschöpft an die Besprechung so wichtiger und grundlegender Fragen. Wie im Vorjahre muss ich somit auch diesmal um Ihre Verzeihung bitten, wenn ich diese Fragen nicht von denjenigen allgemeinen Gesichtspunkten und in derjenigen Ereile behandeln werde, wie sie es verdienen und wenn ich auch mit liücksicht auf die allgemeine Abspannung und die Kürze der Zeit -die uns zur Verfügung steht, auf die allgemeine Begründung meiner Anträge, welche die Anträge der Commission für Culturangelegen- Jieilen sind, beschränken werde. Zunächst obliegt es mir, einen allgemeinen Irrthum richtig zu .stelle".. Das Wort „Culturu hat in manchen Kreisen unserer Gesinnungsgenossen, besonders aber in den Kreisen der gesetzestreuen Juden in Paissland eine gewisse Missstimmung hervorgerufen. Es i.-t Ilinen ja allen bekannt, dass schon am vorjährigen Cöngresse eine derartige Stimme sieh erhoben hat. dass von Seite der ge- .setzestreuen Juden Garantien verlangt werden, dass der Zionismus die religiösen Angelegenheiten der Juden nicht tangiere. Das Wort „Cultur" und vielleicht manche anderen Erscheinungen in unserer Bewegung haben diese Bedenken und diese Furcht vom neuen wachgerufen. Die Commission für Cultur hat sich mit dieser Frage eingehend beschäftigt und hat festgesetzt, dass die Cultur, um die es sicli hier uns innerhalb des Zionismus handelt, nicht von der Art sein kann, dass sie irgendwelcher Richtung im Judenthum nahe- .treten, irgendwelche Empfindlichkeiten, wenn sie auch noch so .zarter und heikler Natur sind^ zu verletzen geeignet wäre. Und Herr Dr.. Gast er wird Ihnen -später im Auftrage der Commission

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