Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 152)
- Language
- German, English, Hebrew
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tuten unter Aufsicht und mit Genehmigung des Actionscomites, dem Sie auch in dieser Sache volles Vertrauen geben müssen und sollen ausarbeiten und die Bank auf Grund dieser Statuten gründen. Aber die Commission, die Sie wählen werden, wird gezwungen sein, sich in dem Rahmen der Resolution zu halten, nicht aber der Privatstatuten des Dr. Bodenheimer, welche ganz hübsch, aber nicht obligatorisch sind, während der Congress nur an diese sieben Paragraphe sich zu halten hat, welche wir der Commission vorlegen werden. Ich glaube kaum, dass es etwas zu discutieren gibt; denn es lassen sich nicht so leicht Aenderungen vornehmen, weil die Angelegenheit von 40 Personen innerhalb 5 Tagen von allen Seiten genau erörtert wurde. Ich bitte sohin, diese sieben Paragraphe anzun e hm e n. (Lebhafter Beifall und Händeldatschen.) Del. Ussischkin (spricht russisch). Beisitzer Dr. Kohan-Bernstein: Herr Ussischkin glaubt, class er die Gefühle aller ausdrücke, wenn er behaupte, dass man den Herren Dr. Bodenheimer und Woläsohn den grössten Dank für die Ausarbeitung dieser 2 Entwürfe und ihre eifrige Arbeit aussprechen solle. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Er glaubt, dass jetzt, nach diesen Erläuterungen, jeder von uns zuhause eifrig für die Subscription der Bank arbeiten wird. Er meint, man könne mit allem einverstanden sein, nur ein Wort sei im ganzen Statut da, womit er selbst und der Warschauer Delegierte nicht einverstanden sein kann, nämlich das Wort „Orient." Er befürchte, dass unter ..Orient" nicht nur Palästina und Syrien, sondern auch Arabien und andere Orte gemeint sein können, wenn es nicht gelinge, das Volk nach Syrien und Palästina zu billigen. Ei' glaubt daher, man solle statt ..Orient" „Palästina und Syrien" schreiben, da wird dann ein für allemal das Gerede aufhören. Del. Schönfeld: Eine Frage, Herr Präsident! An welchem Tage oder innerhalb.welcher Frist beabsichtigt das Präsidium, dem grossen Publicum den Prospect vorzulegen? Präs. Dr. Herzf: Ich glaube, es ist das nicht Aufgabe des Präsidiums, sondern des Comites. Das wird eine Nützlichkeitssache sein, von der wir erwarten, dass sie in den nächsten Wochen ausgeführt sein wird. Wenigstens nach den Ergebnissen der Bankconferenz, welche 5 Tage gedauert hat und an welcher 40 Personen theilgenommen haben, die meisten Fachmänner, die Nichtfachmänner waren Juristen, ist zu erwarten, dass das Comite in der nächsten Zeit diese Verlautbarung wird machen können. Del. Dr. Polinzowsky spricht russisch. Beisitzer Dr. Kohan-Bernstein : Herr Dr. Polinzowsky aus Kiew behauptet, dass er im Namen nicht nur der hier Anwesenden, sondern des ganzen jüdischen Volkes sagen kann, class die Verdächtigungen, welche besonders auf die einzelnen Worte sich beziehen, nicht im Charakter des jüdischen Volkes gelegen sind, dass das Volk überhaupt empört ist über die in der Presse auftauchenden misstrauischen Stimmen unseren Führern gegenüber, und er schlägt vor, dass man unter „Orient" auch nur das wünsche, was das Volk wünscht, Palästina und Syrien. Er schlägt ein Vertrauensvotum vor. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Bouchmil spricht russisch. (In deutscher Uebertragung) : Die beiden früheren Redner haben im Namen von ganzen Gruppen oder überhaupt im Namen des jüdischen Volkes gesprochen. Ich bin auf die Tribüne gestiegen, um in meinem eigenen Namen zu sprechen, um meine Meinung und meine persönliche Ueberzeugung auszudrücken. Ich weiss wohl, dass die Gefühle der meisten Delegierten den meinigen widersprechen, aber es gibt Augenblicke, in denen man verpflichtet ist,