Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
- Date
- 1898-01-01
- Page
- Seite 129 (sequence 129)
- Language
- German, English, Hebrew
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- 129 — einem den obigen Beschlüssen entsprechenden Plan zu arbeiten sich bestreben. 6. Der Gongress ersucht das Actionscomite, wissenschaftliche Untersuchungen zur Klarlegung der rechtlichen Lage der Juden in der Türkei, besonders in Palästina, zu veranlassen." Das sind die Anträge der Colonisations-Commission, welche ich Sie bitte anzunehmen. Vors. Präs. Dr. Herz!: Ich bitte die Anträge ins Russische und Englische zu übersetzen. DeL Temkin (übersetzt ins Russische). Del. Rev. Wtse (ins Englische). Vors. Präs. Dr. Herzl: Das Wort hat Herr Rabbiner Rabbinowitsch. Rabbiner Rabbinowitsch (Poltawa — spricht hebräisch). (Beifall und Händeklatschen.) DeL Dr. Neumann und Mozkin übersetzen diese Rede: Der Rabbiner Rabbinowitsch hat das Einschmuggeln nach Palästina verurtheilt, es auch als religionsgesetzlich verboten bezeichnet. Er bat, die Frage der Colonisation äusserst ernst zu ventilieren. Palästina nur mit türkischen Juden zu besiedeln, erklärte er als nicht zweckmässig. Die Colonisation Palästinas soll die Judenfrage im grossen lösen. Er wies hin auf die zwei Strömungen innerhalb des zionistischen Lagers und bemerkte zum Schluss, dass das Geld der Bank nicht auf Unterstützungen der Colonisten verwendet werden soll. Für die Unterstützung der Colonisten sollen die Vereine sorgen, diesen soll die Bank höchstens Anleihen gewähren. Del. Grünberg: Ich beantrage Schluss der Debatte Del. Streüsker: Es mag vielleicht nicht im Einklänge mit den parlamentarischen Usancen sein, aber mit Rücksicht auf unsere kostbare Zeit halte ich es wünschenswert, für diesen Gegenstand jedem Redner bloss eine Frist von fünf Minuten zuzugestehen. Ferner beantrage ich die Wahl von zwei Generalrednern. Dr. Bernstein: Ich schliesse mich dem Herrn Vorredner an. Del. W. Bambus: Ich möchte Sie bitten, bei diesem Punkte der Tagesordnung, der nicht nur entscheidend ist für die momentanen Bedürfnisse der Colonisation, sondern überhaupt sehr wesentlich ist, nicht allzu ungeduldig zu sein und weder eine Sprechzeit von 5 Minuten festzusetzen noch sich auf Generalredner zu beschränken. Denn ich glaube, dass die grosse Anzahl der Eingetragenen wesentliche Momente vorzubringen haben wird. Wir haben eine Schilderung der Verhältnisse nur in einer Beleuchtung vernommen, es gibt verschiedene Beleuchtungen, und die Thätigkeit der Colonialbank ist für die Zukunft in Palästina ganz entscheidend. Deshalb glaube ich, dass wir die Debatte nicht abschneiden sollen. (Lebhafter Beifall.) Präsident Dr. Theodor Herzl : Ich werde den Antrag auf Schluss der Debatte zur Abstimmung bringen. Ist der Antrag mit oder ohne Anhörung weiterer Redner gemeint? (Rufe : Zwei Generalredner wählen!) Del. Syrkin: Ich möchte bitten, dass alle hier anwesenden Strömungen Generalredner.. wählen. Es - gibt hier eine dritte Gruppe, welche das Genossenschaffcsprincip in der Colonialfrage vertritt. Ich stelle also den Antrag, aus dieser Gruppe einen dritten Generalredner zuzulassen. Del. Rosenthal: Ich beantrage Schluss der Debatte ohne Anhörung weiterer Redner. Del. Bujes : Das ist eine der wichtigsten Fragen, die vorliegen. Wir sind alle hergekommen, um diese Frage zu erörtern. Nachdem 9