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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1898-01-01 · 2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898 · p. Seite 118

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
2 (1898) Basel, 28. bis 31. August 1898
Date
1898-01-01
Page
Seite 118 (sequence 118)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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- 118 — worden, vielleicht nicht weniger, als die jüdische Colonialbank jetzt beansprucht, und die Leistungen entsprechen diesen Summen absolut nicht. Das werden auch die allergrössten Freunde der Klein-, colonisation zugeben müssen. (Zustimmung.) Ich führte vorhin an, dass Dank den beiden Umständen, dass es keine gesetzliche Regelung und keine Oeffentlichkeit gibt, dies bewirkt wird, und nun will ich das zum Theil erklären. Einwanderung, der Kauf von Land, Bau von Häusern, alles hieng von Heimlichkeit ab. Auf Schritt und Tritt müsste daher die Oeffentlichkeit gescheut werden und weil die Oeffentlichkeit gescheut werden. musste, konnten sich Elemente hineindrängen, die sich bei vollkommener Oeffentlichkeit niemals hineingedrängt hätten. Das müssen wir hier Vor dem Congress aussprechen, denn dass ist nicht bloss meine Meinung, sondern des grössten Theiles aller Colonisten in Palästina. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Es war ungemein schwierig, eine consequente Arbeit durchzuführen, sagen wir eine consequente Arbeit war gar unmöglich. Ausserdem hat sich ein Misstrauen unter allen herausgebildet, das ungemein schädlich wirkt. Dank dem Umstände, dass es keine Controlierbarkeit gibt, dass alles in dieser Heimlichkeit geschieht und man diese auf Schritt und Tritt anwenden muss, sind die Golonisten dort in einer Weise misstrauisch geworden, dass man sagen muss, es ist eine gewisse Reaction in ihnen vorhanden; sie sind daher auf diese Weise auch moralisch zum Theil gesunken. Dennoch haben sich unwissende und unpassende Personen hineingedrängt, ein Protectionismus der unerhörtesten Art hat sich in Palästina entwickelt und aus der Volkssache wurde thatsächlich jahrelang ein Sport. Sind die Juden in der Gegenwart demnach Bauern? Ich muss darauf auch nur eine halbe Antwort geben. Ich kann durchaus nicht sagen, dass wir selbst in Bezug auf diese 5000 denjenigen Zustand erreicht haben, den wir erreichen wollen. Am besten ist es da, wo die Golonisten auf sich angewiesen sind und sie Hoffnungen hegen können, so z. B. wiederum in der Colonie, welche ich bereits angeführt habe und die wert ist, als Mustercolonie hingestellt zu werden, in der Colonie Kastinie und viel unabhängiger in Katra und anderen Orten. Die grossen Plagen, die auch speciell seitens der Administratoren gegen Sichron, Rosch- Pina und theilweise gegen "Rischon erhoben werden, entspringen der Hoffnungslosigkeit. Man braucht nur mit diesen Colonisten in eine Unterhaltung zu gerathen, um zu sehen, wie sich das allmählich geändert hat. Ich will es durchaus nicht leugnen, dass in den letzten Jahren eine gewisse Besserung eingetreten, und speciell, meine Herren, -gerade im Laufe dieses Jahres. Was die Oeffentlichkeit des Baseler

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